Presse-Schau
Neue Presse Kronach vom 22.05.10: "Theater, das unter die Haut geht"
Im übervollen Saal des BRK-Seniorenheims in Ludwigsstadt fand am 19. Mai ein beeindruckendes Ein-Personenstück statt, mit dem Titel "Gretchen reloaded".
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Die Schauspielerin Sonni Maier, die im Gemeindezentrum Ludwigsstadt schon einen Theaterworkshop veranstaltete, kam auf Einladung des evangelisch-lutherischen Dekanatsbezirks Kronach-Ludwigsstadt in die Rennsteigregion. Besonders Konfirmandengruppen und Schüler aus dem ganzen Landkreis waren der Einladung gefolgt. In einer guten Stunde wurde die ganze Dramatik gezeigt, die entsteht, wenn ein Teenager ungewollt schwanger wird und heimlich ein Kind auf die Welt bringt und dann noch vom Kindsvater verstoßen wird. Ein bekanntes Motiv, eben "Gretchen reloaded". Sonni Maier.
Sonni Maier verstand es, solo auf der Bühne, alle Facetten, die zu dieser Dramatik gehören, aufzubauen. Verzweiflung, Hoffnung, Mordgelüste und am Ende siegt doch die Liebe zum Kind. Ein Stück, das eigentlich Pflichtprogramm für alle Schulen sein sollte. mvo
Sonni Maier verstand es, solo auf der Bühne, alle Facetten, die zu dieser Dramatik gehören, aufzubauen. Verzweiflung, Hoffnung, Mordgelüste und am Ende siegt doch die Liebe zum Kind. Ein Stück, das eigentlich Pflichtprogramm für alle Schulen sein sollte. mvo
Parchimer Zeitung vom 11.03.10: "Zwischen Mutterfreuden und Mordgedanken"
Ihr weißes Kleid ist blutverschmiert, ihre Hände zittern, ihre Augen sind angsterfüllt. Langsam schlurft Jenny zum Sofa und lässt sich mit schmerzverzerrtem Gesicht darauf nieder.
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Aus dem Nachbarzimmer hallt Babygeschrei herüber. Jenny hält sich die Ohren zu, schreit immer wieder „Da ist gar nichts.“ Das junge Mädchen hat soeben in ihrem Kinderzimmer ein Baby zur Welt gebracht und findet sich nun zwischen Verzweiflung, Mutterfreuden und Verleugnung wieder. Diese Gefühlsachterbahn ist Thema des Theaterstückes „Gretchen Reloaded“, das gestern und vorgestern im Mecklenburgischen Landestheater Parchim aufgeführt wurde. In dem Solostück greift Schauspielerin und Autorin Sonni Maier das Thema Teenagerschwangerschaften auf und hebt die Gretchentragödie aus Goethes „Faust“ in die Neuzeit. Schicksale junger Frauen, die ungewollt schwanger wurden und nach der Geburt ihr Kind töteten, haben die Schauspielerin dazu motiviert, das bewegende wie beklemmende Stück zu schreiben. Sie will kein Unterhaltungsprogramm auf die Bühne bringen, Sie macht Theater mir Mission. Und die lautet: Tabuthemen ansprechen, zum Nachdenken, zur Diskussion anregen. Das ist ihr im Parchimer Theater gelungen. Hier haben sich in den vergangenen zwei Tagen Schüler des Friedrich-Franz-Gymnasiums Parchim, der Pestalozzischule, des Gymnasiums und der Regionalschule in Lübz, der Lewitzwerkstätten und der evangelischen Schule in Spornitz die Vorstellung angesehen.
„Es war sehr anstrengend, da zu sitzen und das Stück auf sich wirken zu lassen. Es ist schwer zu verdauen. Wenn ich jetzt im Nachhinein darüber nachdenke, wird mir das Stück sicher noch besser gefallen“, resümiert Ole Schulz. Mit seiner Freundin hat der 16-Jährige schon über das Thema gesprochen und ist sich sicher: „Wir würden anders damit umgehen.“ Genau wie er haben sich bereits viele der Schüler Gedanken zu Teenagerschwangerschaften gemacht. „Sowas kann passieren, aber es gibt genug Möglichkeiten es zu verhindern“, sagt Denise Nowack. Für den Fall der Fälle sei ein Schwangerschaftsabbruch für die 17-jährige Schülerin aber nicht der richtige Ausweg. „Das ist auch nicht die einfache Lösung“, verdeutlicht Sonni Maier.
Nach wie vor sähen viele den Abort als probate nachträgliche Verhütungsmethode, doch was dieser Schritt in der Psyche der jungen Mädchen und Frauen anrichten kann, zeige sich oft erst Jahre später. Wie die Schüler reagieren würden, wenn sie in einen ähnliche Situation wie Jenny gerieten, darüber gehen die Meinungen weit auseinander. Von Abtreibung bis das Kind selbst aufziehen – die Schüler diskutieren die Möglichkeiten kontrovers. Einen ersten Eindruck, wie es sein kann, ein Kind zu haben, konnten die Schüler schon im Theaterfoyer gewinnen. Am Stand des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) konnten die Jugendlichen sich über die Babybedenkzeit – einem Präventionsprojekt – informieren und sich die Verantwortung, die sie als Eltern hätten, schon einmal vor Augen führen. Dafür hielt das DRK Säuglingspuppen bereit – nicht nur Simulatoren gesunder Babys, sondern auch welche alkohol- und drogenabhängiger Eltern. „Das ist schon ein Gänsehauteffekt, wenn man so ein zitterndes Baby auf den Arm nimmt“, sagt Kathrin Eisentraut. Die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Parchim hat die Theatervorstellung initiiert. „Wir wollen damit zur Aufklärung beitragen, denn oftmals sind Teenagerschwangerschaften noch ein Tabuthema“, sagt Eisentraut. Zumindest unter den Jugendlichen hat die Veranstaltung schon für viel Diskussionsstoff gesorgt.
Antje Bernstein
„Es war sehr anstrengend, da zu sitzen und das Stück auf sich wirken zu lassen. Es ist schwer zu verdauen. Wenn ich jetzt im Nachhinein darüber nachdenke, wird mir das Stück sicher noch besser gefallen“, resümiert Ole Schulz. Mit seiner Freundin hat der 16-Jährige schon über das Thema gesprochen und ist sich sicher: „Wir würden anders damit umgehen.“ Genau wie er haben sich bereits viele der Schüler Gedanken zu Teenagerschwangerschaften gemacht. „Sowas kann passieren, aber es gibt genug Möglichkeiten es zu verhindern“, sagt Denise Nowack. Für den Fall der Fälle sei ein Schwangerschaftsabbruch für die 17-jährige Schülerin aber nicht der richtige Ausweg. „Das ist auch nicht die einfache Lösung“, verdeutlicht Sonni Maier.
Nach wie vor sähen viele den Abort als probate nachträgliche Verhütungsmethode, doch was dieser Schritt in der Psyche der jungen Mädchen und Frauen anrichten kann, zeige sich oft erst Jahre später. Wie die Schüler reagieren würden, wenn sie in einen ähnliche Situation wie Jenny gerieten, darüber gehen die Meinungen weit auseinander. Von Abtreibung bis das Kind selbst aufziehen – die Schüler diskutieren die Möglichkeiten kontrovers. Einen ersten Eindruck, wie es sein kann, ein Kind zu haben, konnten die Schüler schon im Theaterfoyer gewinnen. Am Stand des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) konnten die Jugendlichen sich über die Babybedenkzeit – einem Präventionsprojekt – informieren und sich die Verantwortung, die sie als Eltern hätten, schon einmal vor Augen führen. Dafür hielt das DRK Säuglingspuppen bereit – nicht nur Simulatoren gesunder Babys, sondern auch welche alkohol- und drogenabhängiger Eltern. „Das ist schon ein Gänsehauteffekt, wenn man so ein zitterndes Baby auf den Arm nimmt“, sagt Kathrin Eisentraut. Die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Parchim hat die Theatervorstellung initiiert. „Wir wollen damit zur Aufklärung beitragen, denn oftmals sind Teenagerschwangerschaften noch ein Tabuthema“, sagt Eisentraut. Zumindest unter den Jugendlichen hat die Veranstaltung schon für viel Diskussionsstoff gesorgt.
Antje Bernstein
Dill-Post vom 16.11.09: "Ein einfaches Mädchen"
Ein blutverschmiertes Kleidchen schockiert im allerersten Moment die Zuschauer. Orientierungslos und verschwitzt betritt die 13-jährige „Jenny“, gespielt von Sonni Maier, die Bühne. Die Baby-Schreie im Hintergrund verraten, was kurz davor geschehen ist: Das Mädchen hat alleine eine Geburt durchgestanden.
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Das ist eine Szene aus dem Theaterstück „Gretchen reloaded". Am Freitagabend ist es in der Freien evangelischen Gemeinde in Eibelshausen vor rund 100 Zuschauern aufgeführt worden.
Es ist ein schrecklicher Anblick, den die Zuschauer im ersten Moment zu sehen bekamen. Denn die körperlich schmerzlichen Erfahrungen, die die Protagonistin wohl im Vorfeld erlebt hat, paaren sich mit kindlicher Naivität. Hier hat die Autorin das „Gretchen“ aus Goethes Faust zur Hauptfigur werden lassen - mehr hat das Stück jedoch mit dem Theaterklassiker nicht gemein. Der erste Schritt von Jenny geht zu ihrem Kuschelhasen, dem erst einmal erklärt wird: „Es Ist nichts passiert!“ Verdrängung ist das Rezept der 13-jährigen Jenny, die das schreiende Baby im Nachbarzimmer nicht hören will und sich deshalb mit Spielen ab lenkt. Denn während das Neugeborene im Hinterzimmer wimmert, spielt die junge Mutter mit ihrem Hasen ausgedehnt Verstecken - zu lange für den Zuschauer, der mit der kindlichen Naivität und Verdrängung von "Jenny" regelrecht gequält wird.
Auch die kurze Freude über das Kind ist nicht von langer Dauer. Vater Heinrich will von dem Kind nichts wissen, weist die Anrufe immer wieder ab und hört noch nicht mal den Satz der jungen Mutter: „Du bist jetzt Papa.“
Die Nachricht des Stückes wird schon In der ersten Viertelstunde deutlich: Ein Kind, ist ungewollt schwanger geworden - eine Warnung vor unbedachtem Sex. Doch Schauspielerin und Autorin Sonni Maier setzte in der zweiten Hälfte des Stückes noch einen drauf.
Erst nach und nach eröffnet sich die ganze Geschichte des 13-iährigen Mädchens, die einige Monate zuvor noch in einer heilen Kinderwelt aufgehoben war. Neugierig wurde sie, als sie dann in einem „Chartroom“ ihren Gesprächspartner „Dreamboy17“' traf. Er sei so verständnisvoll und nett gewesen. „Mit ihm konnte ich über alles reden. Und er sagte ich sei hübsch.“ Die Wahrheit über den Chatpartner „Dreamboy17“ löste jedoch ein Raunen im Zuschauerraum aus: „Dreamboy17 war gar nicht 17, sondern 42 und hieß Heinrich." Schon wurde die Geschichte auf eine andere Ebene gehoben. Das Mädchen verliebte sich in den zweifachen Familienvater und gab Jenny das Gefühl, sie wirklich zu lieben. „Er schenkte mir eine Diddl-Maus und ein durchsichtiges Träger-Top und sagte, ich würde damit sexy aussehen." Auch sein weiches Bett im Schlafzimmer durfte sie mit ihm ausprobieren. Die Schwangerschaft habe Heinrich immer abgelehnt, doch Jenny verwarf den Wunsch nach einer kleinen Familie mit ihrer großen Liebe nicht und behielt das Kind. Während das die 13-jährige den Werdegang ihrer, zumal verschleierten, Schwangerschaft erzählte, bohrte sich immer wieder das Schreien des Neugeborenen in den Raum und in den Kopf der Protagonistin, die letztlich kurz davor ist, das Kind zu töten und damit alles ungeschehen zu machen und zurückzukehren, in ihre Kinderwelt: „Ich bin doch nur ein einfaches Mädchen.“ Doch es trifft nur den Kuschelhasen, der fast mit einem Küchenmesser erstochen wird.
Die gelernte Schauspielerin Sonni Maier fuhr mit den Zuschauern Stimmungsachterbahn. Zurück blieb Fassungslosigkeit. Über das Schicksal und über Menschen, die in der Lage sind, Kinder dermaßen auszunutzen. Tröstlich war letztlich, dass sich Jenny dann doch für ihr Kind entschied und versprach ihm Liebe zu geben.
Nach dem Stück bot Sonni Maier noch ein Nachgespräch an. „Ich finde nicht, dass man das Stück stehen lassen sollte.“ Und so beantwortete die Wittenerin die Fragen aus dem Publikum. „Gretchen reloaded“ ist keine Unterhaltung: „Ich will zum Nachdenken anregen", sagte die Schauspielerin.
Es ist ein schrecklicher Anblick, den die Zuschauer im ersten Moment zu sehen bekamen. Denn die körperlich schmerzlichen Erfahrungen, die die Protagonistin wohl im Vorfeld erlebt hat, paaren sich mit kindlicher Naivität. Hier hat die Autorin das „Gretchen“ aus Goethes Faust zur Hauptfigur werden lassen - mehr hat das Stück jedoch mit dem Theaterklassiker nicht gemein. Der erste Schritt von Jenny geht zu ihrem Kuschelhasen, dem erst einmal erklärt wird: „Es Ist nichts passiert!“ Verdrängung ist das Rezept der 13-jährigen Jenny, die das schreiende Baby im Nachbarzimmer nicht hören will und sich deshalb mit Spielen ab lenkt. Denn während das Neugeborene im Hinterzimmer wimmert, spielt die junge Mutter mit ihrem Hasen ausgedehnt Verstecken - zu lange für den Zuschauer, der mit der kindlichen Naivität und Verdrängung von "Jenny" regelrecht gequält wird.
Auch die kurze Freude über das Kind ist nicht von langer Dauer. Vater Heinrich will von dem Kind nichts wissen, weist die Anrufe immer wieder ab und hört noch nicht mal den Satz der jungen Mutter: „Du bist jetzt Papa.“
Die Nachricht des Stückes wird schon In der ersten Viertelstunde deutlich: Ein Kind, ist ungewollt schwanger geworden - eine Warnung vor unbedachtem Sex. Doch Schauspielerin und Autorin Sonni Maier setzte in der zweiten Hälfte des Stückes noch einen drauf.
Erst nach und nach eröffnet sich die ganze Geschichte des 13-iährigen Mädchens, die einige Monate zuvor noch in einer heilen Kinderwelt aufgehoben war. Neugierig wurde sie, als sie dann in einem „Chartroom“ ihren Gesprächspartner „Dreamboy17“' traf. Er sei so verständnisvoll und nett gewesen. „Mit ihm konnte ich über alles reden. Und er sagte ich sei hübsch.“ Die Wahrheit über den Chatpartner „Dreamboy17“ löste jedoch ein Raunen im Zuschauerraum aus: „Dreamboy17 war gar nicht 17, sondern 42 und hieß Heinrich." Schon wurde die Geschichte auf eine andere Ebene gehoben. Das Mädchen verliebte sich in den zweifachen Familienvater und gab Jenny das Gefühl, sie wirklich zu lieben. „Er schenkte mir eine Diddl-Maus und ein durchsichtiges Träger-Top und sagte, ich würde damit sexy aussehen." Auch sein weiches Bett im Schlafzimmer durfte sie mit ihm ausprobieren. Die Schwangerschaft habe Heinrich immer abgelehnt, doch Jenny verwarf den Wunsch nach einer kleinen Familie mit ihrer großen Liebe nicht und behielt das Kind. Während das die 13-jährige den Werdegang ihrer, zumal verschleierten, Schwangerschaft erzählte, bohrte sich immer wieder das Schreien des Neugeborenen in den Raum und in den Kopf der Protagonistin, die letztlich kurz davor ist, das Kind zu töten und damit alles ungeschehen zu machen und zurückzukehren, in ihre Kinderwelt: „Ich bin doch nur ein einfaches Mädchen.“ Doch es trifft nur den Kuschelhasen, der fast mit einem Küchenmesser erstochen wird.
Die gelernte Schauspielerin Sonni Maier fuhr mit den Zuschauern Stimmungsachterbahn. Zurück blieb Fassungslosigkeit. Über das Schicksal und über Menschen, die in der Lage sind, Kinder dermaßen auszunutzen. Tröstlich war letztlich, dass sich Jenny dann doch für ihr Kind entschied und versprach ihm Liebe zu geben.
Nach dem Stück bot Sonni Maier noch ein Nachgespräch an. „Ich finde nicht, dass man das Stück stehen lassen sollte.“ Und so beantwortete die Wittenerin die Fragen aus dem Publikum. „Gretchen reloaded“ ist keine Unterhaltung: „Ich will zum Nachdenken anregen", sagte die Schauspielerin.
Mitteldeutsche Zeitung vom 10.09.09: "Jennys Geschichte beschert Jugendlichen eine Gänsehaut"
Sonni Maier gastiert mit dem Theaterstück "Gretchen reloaded" in der Sekundarschule III in Zeitz. 140 Schüler erleben eine Stunde voller Gefühl.
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Zeitz – Mucksmäuschenstill ging es kürzlich in der sechsten Unterrichtsstunde in der Aula der Sekundarschule in der Schillerstraße zu. Und das obwohl hier 140 Schüler aus den achten bis zehnten Klassen der Sekundarschule III und aus der Pestalozzischule Zeitz dicht gedrängt zusammensaßen.
„Das war total krass und ging extrem unter die Haut." Cindy, Schülerin
Die 13- bis 17- Jährigen richteten ihre ganze Aufmerksamkeit auf Sonni Maier. Die Schauspielerin zog die Teenager mit der Aufführung „Gretchen reloaded“ in ihren Bann. Sie spielt in dem Ein-Frau-Stück ein minderjähriges Mädchen, das ungewollt schwanger wird. Jenny bringt ihr Kind heimlich zur Welt. Während das Neugeborene hinter der verschlossenen Tür schreit, kuschelt sie sich im Wohnzimmer voller Verzweiflung an ihr Plüschtier. Der Teddy wird zum Partner. Er agiert als stiller Zuhörer, als das Mädchen im Zwielicht der Gefühle – mal voller Phantasie und dann wieder fast wahnsinnig werdend – ihr Geschichte erzählt. Die Zuschauer erleben, welche Kämpfe die junge Mutter, die selber noch kindliche Züge hat, mit sich und der Welt ausfechten muss. Dabei will Jenny nur geliebt werden. Sie trifft im Internet auf Dreamboy 17. Der schreibt ihr schöne Sachen, sie verknallt sich und trifft sich mit ihm. Dass er nicht 17 sondern schon 42 Jahre alt ist, stört sie nicht. Heinrich macht ihr Geschenke, nennt sie „mein kleines Gretchen“ und nimmt sie mit zu sich nach Hause, wo er sie schließlich verführt. Jenny wird schwanger. Die Mitschüler merken, dass sie sich mehr und mehr zurückzieht und auch molliger wird, doch niemand fragt nach dem Warum? Auch den Eltern bleibt die Schwangerschaft der Tochter verborgen. Und Heinrich, der bekam, was e wollte, geht nicht mehr ans Telefon. Für Jenny bricht eine Welt zusammen. Sie muss sich entscheiden, ob sie das Baby will oder nicht. „Das war voll krass und ging total unter die Haut“, kommentierte die 16-Jährige Cindy nach der Aufführung. Die gleichaltrige Olesja fand die Geschichte sehr emotional, stellenweise auch brutal. Das Stück „Gretchen reloaded“ hat Sonni Maier selber geschrieben. Es lehnt sich an die Gretchen-tragödie aus Goethes „Faust“ an: die klassische Geschichte einer tragischen Teenagerschwangerschaft, wie die Theaterwissenschaftlerin befindet. Und ein Thema, das viele bewegt, weil es aktuell ist und sich Kindstötungen hierzulande häufen. Jährlich werden in Deutschland bis zu 20 000 Minderjährige schwanger. Die Hälfte dieser ungewollten Babys wird abgetrieben. Sonni Maier zeigt Wege auf, wie verzweifelten Müttern geholfen werden kann. Initiiert wurde die Aufführung an der Sekundarschule III von Karola Herrmann vom Gesundheitsamt Burglandkreis. Sie kommt an Schulen unter anderem bei Projekten rund um die Sexualpädagogik zum Einsatz.
„Das war total krass und ging extrem unter die Haut." Cindy, Schülerin
Die 13- bis 17- Jährigen richteten ihre ganze Aufmerksamkeit auf Sonni Maier. Die Schauspielerin zog die Teenager mit der Aufführung „Gretchen reloaded“ in ihren Bann. Sie spielt in dem Ein-Frau-Stück ein minderjähriges Mädchen, das ungewollt schwanger wird. Jenny bringt ihr Kind heimlich zur Welt. Während das Neugeborene hinter der verschlossenen Tür schreit, kuschelt sie sich im Wohnzimmer voller Verzweiflung an ihr Plüschtier. Der Teddy wird zum Partner. Er agiert als stiller Zuhörer, als das Mädchen im Zwielicht der Gefühle – mal voller Phantasie und dann wieder fast wahnsinnig werdend – ihr Geschichte erzählt. Die Zuschauer erleben, welche Kämpfe die junge Mutter, die selber noch kindliche Züge hat, mit sich und der Welt ausfechten muss. Dabei will Jenny nur geliebt werden. Sie trifft im Internet auf Dreamboy 17. Der schreibt ihr schöne Sachen, sie verknallt sich und trifft sich mit ihm. Dass er nicht 17 sondern schon 42 Jahre alt ist, stört sie nicht. Heinrich macht ihr Geschenke, nennt sie „mein kleines Gretchen“ und nimmt sie mit zu sich nach Hause, wo er sie schließlich verführt. Jenny wird schwanger. Die Mitschüler merken, dass sie sich mehr und mehr zurückzieht und auch molliger wird, doch niemand fragt nach dem Warum? Auch den Eltern bleibt die Schwangerschaft der Tochter verborgen. Und Heinrich, der bekam, was e wollte, geht nicht mehr ans Telefon. Für Jenny bricht eine Welt zusammen. Sie muss sich entscheiden, ob sie das Baby will oder nicht. „Das war voll krass und ging total unter die Haut“, kommentierte die 16-Jährige Cindy nach der Aufführung. Die gleichaltrige Olesja fand die Geschichte sehr emotional, stellenweise auch brutal. Das Stück „Gretchen reloaded“ hat Sonni Maier selber geschrieben. Es lehnt sich an die Gretchen-tragödie aus Goethes „Faust“ an: die klassische Geschichte einer tragischen Teenagerschwangerschaft, wie die Theaterwissenschaftlerin befindet. Und ein Thema, das viele bewegt, weil es aktuell ist und sich Kindstötungen hierzulande häufen. Jährlich werden in Deutschland bis zu 20 000 Minderjährige schwanger. Die Hälfte dieser ungewollten Babys wird abgetrieben. Sonni Maier zeigt Wege auf, wie verzweifelten Müttern geholfen werden kann. Initiiert wurde die Aufführung an der Sekundarschule III von Karola Herrmann vom Gesundheitsamt Burglandkreis. Sie kommt an Schulen unter anderem bei Projekten rund um die Sexualpädagogik zum Einsatz.
Thüringer Allgemeine vom 09.09.09: "Packende Abgründe"
Zum Auftakt der Kinder und Jugendschutztage wurde am Montagabend Sonni Maiers erstes Solotheaterstück über eine ungewollte Teenagerschwangerschaft in der Aula des Gymnasiums Am Schlossplatz gezeigt.
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Gespannte Stille, bis ein rockiger Mix aus Kinderliedern à la „Hänschen klein“ und „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ die Ruhe des Raumes durchschneidet. Gleich darauf geht’s los - Babygeschrei, welches fast das ganze Theaterstück im Hintergrund zu hören sein wird. Dann kommt plötzlich Sonni Maier, in der Figur der 13-jährigen Jenny, verstört auf die karge, schwarz-weiße Bühne gestolpert. Ihre schneeweiße Unterwäsche ist blutverschmiert, im Kinderzimmer nebenan hat sie gerade ihr Baby zur Welt gebracht.
Die (leider nur wenigen) Zuschauer sind schockiert. Aber es sollte noch packender werden. Abgründe tun sich während der nächsten Stunde auf. Heinrich, den 42-jährigen pädophilen Erzeuger des Babys, hat Jenny in einem Internetchat kennengelernt, dieser will nun nichts mehr von ihr wissen. Das Mädchen ist verzweifelt, hin und hergerissen zwischen dem Wunsch nach Liebe und Freiheit, der einzige Zuhörer ist ihr Stoffschal. Am Ende geht das Drama, anders als in Goethes „Faust“, woran das Stück angelehnt ist, gut aus. Jenny nimmt nach zwei erfolglosen Mordversuchen ihre Mutterrolle an. Tosender Applaus, alle im Saal sind erleichtert. Lisa Rosenkranz aus der 11. Klasse des Gymnasiums freute sich ebenfalls über das gute Ende. Den Anfang mit Blut und Babygeschrei fand sie „sehr authentisch. Allerdings hat das Stück auch nachdenklich gemacht und im Endeffekt eher abschreckend gewirkt.“
Die Solokünstlerin will mit ihrer Traumrolle, des modernen Gretchens Jugendliche für die Thematik der frühen Schwangerschaft sensibilisieren, ihnen Wege des Umgangs aufzeigen und zum Schutz davor anregen.
Die (leider nur wenigen) Zuschauer sind schockiert. Aber es sollte noch packender werden. Abgründe tun sich während der nächsten Stunde auf. Heinrich, den 42-jährigen pädophilen Erzeuger des Babys, hat Jenny in einem Internetchat kennengelernt, dieser will nun nichts mehr von ihr wissen. Das Mädchen ist verzweifelt, hin und hergerissen zwischen dem Wunsch nach Liebe und Freiheit, der einzige Zuhörer ist ihr Stoffschal. Am Ende geht das Drama, anders als in Goethes „Faust“, woran das Stück angelehnt ist, gut aus. Jenny nimmt nach zwei erfolglosen Mordversuchen ihre Mutterrolle an. Tosender Applaus, alle im Saal sind erleichtert. Lisa Rosenkranz aus der 11. Klasse des Gymnasiums freute sich ebenfalls über das gute Ende. Den Anfang mit Blut und Babygeschrei fand sie „sehr authentisch. Allerdings hat das Stück auch nachdenklich gemacht und im Endeffekt eher abschreckend gewirkt.“
Die Solokünstlerin will mit ihrer Traumrolle, des modernen Gretchens Jugendliche für die Thematik der frühen Schwangerschaft sensibilisieren, ihnen Wege des Umgangs aufzeigen und zum Schutz davor anregen.
Ruhrnachrichten vom 08.08.09: "Das Theater ist meine Welt"
Sie arbeiten selbstständig als Künstlerinnen. Sie verdienen damit ihren Lebensunterhalt. Und wohnen in Witten und Umgebung. Etwa 20 Frauen haben ein Netzwerk gegründet. In einer Serie stellen wir in den kommenden Wochen die Wittener Kunstschaffenden vor. Heute: Sonni Maier.
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Ihre erste Rolle spielte sie bereits mit sechs Jahren. Da war sie gerade eingeschult. Eine Regisseurin suchte die drei kleinsten Mädels der Klasse. Sonni Maier war dabei. In diesem Moment hatte sie Blut geleckt. „Das Theater ist meine Welt“, stand schon damals für Sonni Maier fest. Mittlerweile ist aus dem Schulmädchen eine engagierte junge Frau geworden, die sich ihren Kindheitstraum verwirklicht hat. Sonni Maier (28) hat sich schon mit 20 Jahren beruflich auf eigene Füße gestellt. Damals gründete sie ihre Firma „drama ministry e.V.“, was nichts anderes heißt als Theaterdienst. „Ich fand den englischen Namen total cool. Als ich ihn ändern wollte, hatte er sich schon etabliert“, lacht Sonni Maier.
Was verbirgt sich hinter „Drama Ministry“? Es ist ein gemeinnütziger Verein für christliches Theater. Werte wie Nächstenliebe, Vergebung und Barmherzigkeit stehen im Fokus. Dahinter steht ein Netzwerk mit 14 000 Mitgliedern. Sonni Maier hat ein klares Ziel. Sie will mit Menschen Theater machen. Sie will denen, die auf der Bühne stehen, Selbstvertrauen geben. Den Zuschauern die Augen für neue Zusammenhänge öffnen.
Doch nicht nur das Theater ist Sonni Maiers Welt. Sie schreibt Stücke und Hörbücher, tritt als Entertainerin auf. „Ich bin froh, dass ich soviel machen kann, sonst wird mir langweilig!“ Obwohl – das Wort Langeweile kennt sie beim besten Willen nicht. Aus ihrer Feder stammen beispielsweise die „B.I.B.E.L. Power Kids“ – eine spannende Hörspielserie, die Bibelgeschichten aufpeppt. Vier CD’s sind bereits erschienen. Von Rostock bis München schwirrt Sonni Maier durch die Republik. Im Handgepäck hat sie ihr Stück „Gretchen reloaded“ – die Geschichte einer tragischen Mädchenschwangerschaft. Ihre Devise: „Jeder Mensch ist wertvoll, einfach weil er da ist!“. Barbara Zabka
Was verbirgt sich hinter „Drama Ministry“? Es ist ein gemeinnütziger Verein für christliches Theater. Werte wie Nächstenliebe, Vergebung und Barmherzigkeit stehen im Fokus. Dahinter steht ein Netzwerk mit 14 000 Mitgliedern. Sonni Maier hat ein klares Ziel. Sie will mit Menschen Theater machen. Sie will denen, die auf der Bühne stehen, Selbstvertrauen geben. Den Zuschauern die Augen für neue Zusammenhänge öffnen.
Doch nicht nur das Theater ist Sonni Maiers Welt. Sie schreibt Stücke und Hörbücher, tritt als Entertainerin auf. „Ich bin froh, dass ich soviel machen kann, sonst wird mir langweilig!“ Obwohl – das Wort Langeweile kennt sie beim besten Willen nicht. Aus ihrer Feder stammen beispielsweise die „B.I.B.E.L. Power Kids“ – eine spannende Hörspielserie, die Bibelgeschichten aufpeppt. Vier CD’s sind bereits erschienen. Von Rostock bis München schwirrt Sonni Maier durch die Republik. Im Handgepäck hat sie ihr Stück „Gretchen reloaded“ – die Geschichte einer tragischen Mädchenschwangerschaft. Ihre Devise: „Jeder Mensch ist wertvoll, einfach weil er da ist!“. Barbara Zabka
Ruhrnachrichten vom 07.07.09: "Kleinod sinnlicher Tiefe"
Duo Maier/Söhngen vermittelte bei eindrucksvoller Jazzpoesie starke Gefühle: Aus dem Aufeinandertreffen unterschiedlicher Ausdrucksformen kann sich eine besondere Spannung ergeben. Jazz im Studio, die kleine Konzertreihe auf der Studiobühne der WerkStadt, erfuhr beim Abschluss der Saison eine solche Bereicherung.
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Christoph Söhngen, Jazz-Gitarrist und Dozent der Musikschule, begegnete Sonni Maier. Ihre intime Improvisation entwickelte sich zu einem Kleinod von sinnlicher Tiefe. Gefühle vermitteln beide, geschöpft aus mitunter bekannten Musiknummern, Gedichten, hier und da auch in der geläufigen Parallelität von Hit und Songtext – und doch so anders! Wenn sich Jazz-Klassiker in Andeutungen, meditativer Improvisation verlieren, Gesangstexte unerwartet als Sprachpoesie daher kommen, verschmelzen beide zu einer neuen Einheit. Etwa dann, wenn Sonni Maier die Schönheit der Welt mit den ins Deutsche übersetzten Worten Louis Armstrongs beschrieb: „Oh what a wonderful world!“
Die Darstellung großer Gefühle wie Freude, Wut oder Trauer fanden in Sonni Maiers Ausgestaltung einen spirituellen Rahmen, huldigte sie doch in durchaus humorvoller Weise Gott als dem großen Künstler, dem Schöpfer des Ruhrgebiets und der Farben, großer und kleiner Katzen und Pelzmäuse. Gruselig wurde es mit Edgar Allen Poes „The Raven“, in dessen Szenario sich Sonni Maier wirkungsvoll hineinsteigerte. Söhngen klebte derweil an ihren Lippen, lieferte feinfühlige Untermalung. Maier versetzte sich ganz in die unterschwellige Rage des Textes, schilderte Seelenzustände mit Gloria Gaynors „I will survive“.
Immer wirkten das Timbre ihrer Stimme, der Ausdruck ihres Blickes authentisch. Söhngen ersetzte mit der Dichte seines Ausdrucks, der Fülle seiner Nuancen ein ganzes Ensemble. Seinem Spiel ließ er schließlich freien Lauf, und Sonni Maier wiegte sich im Rhythmus, wob Silbe um Silbe sorgsam in den Strom der Musik. Die Zugabe galt dem Triumph, und erstmals sang sie auch, „We are the champions“, Freddy Mercury gedenkend.
Die Darstellung großer Gefühle wie Freude, Wut oder Trauer fanden in Sonni Maiers Ausgestaltung einen spirituellen Rahmen, huldigte sie doch in durchaus humorvoller Weise Gott als dem großen Künstler, dem Schöpfer des Ruhrgebiets und der Farben, großer und kleiner Katzen und Pelzmäuse. Gruselig wurde es mit Edgar Allen Poes „The Raven“, in dessen Szenario sich Sonni Maier wirkungsvoll hineinsteigerte. Söhngen klebte derweil an ihren Lippen, lieferte feinfühlige Untermalung. Maier versetzte sich ganz in die unterschwellige Rage des Textes, schilderte Seelenzustände mit Gloria Gaynors „I will survive“.
Immer wirkten das Timbre ihrer Stimme, der Ausdruck ihres Blickes authentisch. Söhngen ersetzte mit der Dichte seines Ausdrucks, der Fülle seiner Nuancen ein ganzes Ensemble. Seinem Spiel ließ er schließlich freien Lauf, und Sonni Maier wiegte sich im Rhythmus, wob Silbe um Silbe sorgsam in den Strom der Musik. Die Zugabe galt dem Triumph, und erstmals sang sie auch, „We are the champions“, Freddy Mercury gedenkend.
Ostfriesischer Kurier vom 05.05.09: "Wie viele Schnäpse sind in Alkopops enthalten?"
Viele Nachfragen und angeregte Diskussionen nach dem Start der „Alkohölle“ im Norder Jugendhaus: Die Jungen und Mädchen aus der Förderschule sind die Ersten, die das Stück sehen. Bis Donnerstag folgen drei weitere Aufführungen des Ensembles aus Witten.
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NORDEN/ISH – Eigentlich waren für das Nachgespräch 20 Minuten eingeplant, aber die Fragen nehmen kein Ende. Das Stück „Alkohölle“ berührte die jugendlichen Zuschauer der Förderschule Norden am Montag offensichtlich stark. Sie nahmen die Gelegenheit wahr, manches genauer zu erfragen bei Ensemble „theaterpiel“ aus Witten. Die Förderschüler waren die Ersten, die in dieser Woche die Aufführung sahen, noch bis einschließlich Donnerstag werden Jugendliche aus anderen Schulen im Norder Jugendhaus zu Gast sein und Beate Albrecht, Sonni Maier, Tobias Volberg und Wolfgang Pätsch in Aktion sehen.
Wolfgang Pätsch ist nach der Vorstellung wohl der gefragteste Mann – obwohl er der Einzige der vier ist, der auch als nicht ausgebildeter Schauspieler auf der Bühne steht.
Aber er ist authentisch – wohl keiner kann besser nachvollziehen, was in dem Stück passiert, als er selbst. Denn er ist ein sogenannter „trockener Alkoholiker“. „Man beliebt sein Leben lang Alkoholiker“, erklärt er. Pätsch weiß, ein Schluck genügt und er könnte Rückfällig werden. Bereitwillig steht er Rede und Antwort – dass er auch kein alkoholfreies Bier trinken darf, weil auch das Restalkohol enthält, dass er selbst am Kuchenstand aufpassen muss, nichts zu kaufen, was Spuren von Alkohol enthält.
Mehrfach erzählen Pätsch und seine Kollegen von schlimmen Beispielen, von Menschen, die am Alkohol zerbrochen sind, deren Familien zerstört wurden. Auch Wolfgang Pätsch wäre fast gescheitert. Seine Ehe stand auf der Kippe, der Arbeitgeben hatte mit der Entlassung gedroht, seinen Führerschein hatte er auch schon verloren. Im Stück „Alkohölle“ hat Pätsch in seiner Rolle seine Trinksucht mit dem Leben bezahlt, mit 3,5 Promille einen Autounfall verursacht, bei dem er selbst ums Leben kam. Jetzt betrachtet er aus der Distanz, was 15 Jahre später aus seiner Tochter Lena geworden ist. Die ist jetzt 19 und immer gut drauf – zumindest, wenn sie mit ihren Freunden so richtig losgezogen ist und getrunken hat. Ihr Praktikum bei Tante Maxi läuft alles andere als gut. Da kommt Lena eben am Montagmorgen eine Stunde zu spät – nicht der Beruf zählt, sondern der Spaß – und der kommt mit dem Alkohol. Als Lena allein ist im Büro der Werbeagentur, lässt sie sich einen Auftrag anschwatzen: „Devils first kiss“ – ein Alkoholmixgetränk soll über die Agentur beworben werden. Es winken satte 8000 Euro, die die finanziell knappe Agentur gut gebrauchen könnte...
Aber Tante Maxi will solche Aufträge nicht. Sie hat damals mit Lenas Vater im Auto gesessen, hat mit ihm zusammen gearbeitet. Sie kennt die ganze Geschichte und weiß auch, dass es bei Lenas Vater, der sehr erfolgreich im Beruf war, schon lange Anzeichen gegeben hatte, dass er alkoholkrank war. Lena möchte gern mehr wissen über ihren Vater, findet ein altes Foto von ihm. Maxi will erst nicht erzählen, aber als sie Lena dann doch mit der Wahrheit konfrontiert, will die sie nicht hören. „Mein Vater war kein Säufer!“
Wegsahen, die Hand draufhalten, Gardinen vorziehen, damit außen niemand etwas bemerkt – Alkoholsüchtige erkennen selbst ihre Krankheit zumeist nicht, sie brauchen Anstoß und Hilfe von außen. Auch Lena im Stück merkt nicht, dass sie die Grenzen längst überschritten hat. Sie lässt sich förmlich abfüllen, bis sie zusammenbricht. Der Teufel hat gewonnen.
Immer wieder taucht der Vater am Rand auf. Er wünscht sich, dass seine Familie sich erinnert und dass sie erkennt, welche Gefahr übermäßiger Alkoholkonsum bedeutet. Man vergisst die Welt um sich herum. Auch Lena lebt in einer Traumwelt – das böse Erwachen wird kommen, die Schauspieler machen in dem Stück und auch in der späteren Diskussion keinen Hehl daraus, dass es nicht nur wichtig ist, die eigenen Grenzen zu kennen. Vielmehr muss man sich auch bewusst machen, was man eigentlich trinkt. „Wie viele Schnäpse sind in Alkopops?“ wird auch im stück gefragt. Lena wusste nicht, dass es immerhin zwei bis drei sind. Sie fand es lustig, als sie nachzählte, wie viel sie getrunken hatte. Bis sie irgendwann am Boden lag.
Wolfgang Pätsch ist nach der Vorstellung wohl der gefragteste Mann – obwohl er der Einzige der vier ist, der auch als nicht ausgebildeter Schauspieler auf der Bühne steht.
Aber er ist authentisch – wohl keiner kann besser nachvollziehen, was in dem Stück passiert, als er selbst. Denn er ist ein sogenannter „trockener Alkoholiker“. „Man beliebt sein Leben lang Alkoholiker“, erklärt er. Pätsch weiß, ein Schluck genügt und er könnte Rückfällig werden. Bereitwillig steht er Rede und Antwort – dass er auch kein alkoholfreies Bier trinken darf, weil auch das Restalkohol enthält, dass er selbst am Kuchenstand aufpassen muss, nichts zu kaufen, was Spuren von Alkohol enthält.
Mehrfach erzählen Pätsch und seine Kollegen von schlimmen Beispielen, von Menschen, die am Alkohol zerbrochen sind, deren Familien zerstört wurden. Auch Wolfgang Pätsch wäre fast gescheitert. Seine Ehe stand auf der Kippe, der Arbeitgeben hatte mit der Entlassung gedroht, seinen Führerschein hatte er auch schon verloren. Im Stück „Alkohölle“ hat Pätsch in seiner Rolle seine Trinksucht mit dem Leben bezahlt, mit 3,5 Promille einen Autounfall verursacht, bei dem er selbst ums Leben kam. Jetzt betrachtet er aus der Distanz, was 15 Jahre später aus seiner Tochter Lena geworden ist. Die ist jetzt 19 und immer gut drauf – zumindest, wenn sie mit ihren Freunden so richtig losgezogen ist und getrunken hat. Ihr Praktikum bei Tante Maxi läuft alles andere als gut. Da kommt Lena eben am Montagmorgen eine Stunde zu spät – nicht der Beruf zählt, sondern der Spaß – und der kommt mit dem Alkohol. Als Lena allein ist im Büro der Werbeagentur, lässt sie sich einen Auftrag anschwatzen: „Devils first kiss“ – ein Alkoholmixgetränk soll über die Agentur beworben werden. Es winken satte 8000 Euro, die die finanziell knappe Agentur gut gebrauchen könnte...
Aber Tante Maxi will solche Aufträge nicht. Sie hat damals mit Lenas Vater im Auto gesessen, hat mit ihm zusammen gearbeitet. Sie kennt die ganze Geschichte und weiß auch, dass es bei Lenas Vater, der sehr erfolgreich im Beruf war, schon lange Anzeichen gegeben hatte, dass er alkoholkrank war. Lena möchte gern mehr wissen über ihren Vater, findet ein altes Foto von ihm. Maxi will erst nicht erzählen, aber als sie Lena dann doch mit der Wahrheit konfrontiert, will die sie nicht hören. „Mein Vater war kein Säufer!“
Wegsahen, die Hand draufhalten, Gardinen vorziehen, damit außen niemand etwas bemerkt – Alkoholsüchtige erkennen selbst ihre Krankheit zumeist nicht, sie brauchen Anstoß und Hilfe von außen. Auch Lena im Stück merkt nicht, dass sie die Grenzen längst überschritten hat. Sie lässt sich förmlich abfüllen, bis sie zusammenbricht. Der Teufel hat gewonnen.
Immer wieder taucht der Vater am Rand auf. Er wünscht sich, dass seine Familie sich erinnert und dass sie erkennt, welche Gefahr übermäßiger Alkoholkonsum bedeutet. Man vergisst die Welt um sich herum. Auch Lena lebt in einer Traumwelt – das böse Erwachen wird kommen, die Schauspieler machen in dem Stück und auch in der späteren Diskussion keinen Hehl daraus, dass es nicht nur wichtig ist, die eigenen Grenzen zu kennen. Vielmehr muss man sich auch bewusst machen, was man eigentlich trinkt. „Wie viele Schnäpse sind in Alkopops?“ wird auch im stück gefragt. Lena wusste nicht, dass es immerhin zwei bis drei sind. Sie fand es lustig, als sie nachzählte, wie viel sie getrunken hatte. Bis sie irgendwann am Boden lag.
Echt vom 01.04.09: "Interview in der Zeitschrift "Echt""
Für "echt" führte Thorsten Riewesell ein Gespräch mit Sonni Maier, Mitbegründerin von drama-ministry.
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echt.: Drama-Ministry ist nicht jedem ein Begriff. Wie seid ihr entstanden und warum gibt es euch?
Sonni: Es war auf einem Theaterseminar des EC, vor sieben Jahren. Wir waren 20 theaterbegeisterte Christen aus ganz Deutschland. Am Abend saßen wir zusammen und stellten fest: Wir haben alle mit dem gleichen Problem zu kämpfen – jeder ist in seiner Gemeinde allein mit seiner Vision und hat keinen Kontakt zu anderen Theaterleuten. Keiner weiß, wo es gute Anspiele gibt, und rührt nur in seiner eigenen Soße. An diesem Abend haben wir beschlossen, das zu ändern. Wir vernetzen uns! Ich habe die Mailadressen eingesammelt und Drama Ministry war geboren.
Drama Ministry ist heute eine Online-Community von und für Menschen, die in ihrer Gemeinde Theater machen. Über 13.000 Christen sind darin miteinander verbunden. Wir unterstützen sie in ihrer Arbeit ganz praktisch, z.B. mit kostenlosen Anspieltexten und Schulungsangeboten.
Ich selbst habe mich darauf hin für den Vollzeitberuf Schauspielerin & Theaterpädagogin entschieden. Ich leite das Drama Ministry Netzwerk und toure mit abendfüllenden Theaterstücken durch Deutschland. Zum Bespiel „Gretchen reloaded“ über ungewollte Schwangerschaft, oder „Alkohölle“ über Alkoholmissbrauch. Ich trete in Schulen, Jugendzentren und Gemeinden auf, weil ich Menschen innendrin bewegen und sie zum Nachdenken anregen will.
echt.: Was fasziniert dich persönlich daran, die Botschaft Jesu auch durch szenische Darstellungen zu verkünden oder zu bestärken?
Sonni: Ich persönlich glaube, dass Theater viel mehr bewirken kann als eine Prdeigt. Predigten kommen frontal und oft mit ei erhobenem Zeigefinger und deshalb gehen sie bei vielen zum einen Ohr ein und zu anderen wieder raus, mit einem eleganten Bogen ums Gehirn herum.
Theater ist ganz anders. Theater spricht das Herz an. Theater bringt mich zum Lachen, zum Weinen, zum Nachdenken - und es hält mir einen Spiegel vor. Ich erkenne mich selbst darin, und es verändert ein Denken und mein Leben.
Ich erinnere mich an viele Theaterstücke (und Filme), die mich tief verändert haben, weil sie mir die Augen geöffnet haben. Wenn man das Kino verlässt, muss man eine Augenblick stehen bleiben. Man schaut in den beginnenden Sternenhimmel und die Luft, man atmet, schmeckt plötzlich anders. Man ist innendrin anders als vor zwei Stunden. Das ist die Kraft des Theaters.
echt.: Welche Hilfe und Unterstützung könnt ihr Gemeinden und Jugendarbeiten in Sachen Schauspiel und Theater geben?
Sonni: Eine ganze Menge. Zum Beispiel kann man sich auf unserer Internetseite über 1000 Theatertexte und Anspiele herunterladen – kostenlos. Außerdem gibt es dort viele praktische Tipps und Foren, wo man sich vernetzen und austauschen kann. Wir veranstalten auch regelmäßig Schauspielseminare. Gemeinden oder Jugendarbeiten können mich einladen, dann komme ich und mache mit euch ein einen Theater-Wochenend-Workshop. Schauspieler wird man bekanntlich nur durch „learning by doing“.
echt.: Wie können Jugendarbeiten und Gemeinden euch unterstützen?
Sonni: Na am Besten, indem ihr unsere Angebote nutzt und umsetzt. Ladet euch Anspiele runter! Macht gutes Theater! Bildet euch fort und macht besseres Theater! Öffnet mit eurem Theater Menschenherzen und geht zärtlich mit ihnen um. Wir unterstützen euch dabei – ladet uns einfach ein, z.B. für einen Schauspielworkshop oder eine Theateraufführung.
echt.: Wo bekommt man mehr Infos her?
Sonni: Na wo wohl? Natürlich im Internet. Nämlich auf www.drama-ministry.de Und wer mehr über mich erfahren will, kuckt auf www.sonni-maier.de
Sonni: Es war auf einem Theaterseminar des EC, vor sieben Jahren. Wir waren 20 theaterbegeisterte Christen aus ganz Deutschland. Am Abend saßen wir zusammen und stellten fest: Wir haben alle mit dem gleichen Problem zu kämpfen – jeder ist in seiner Gemeinde allein mit seiner Vision und hat keinen Kontakt zu anderen Theaterleuten. Keiner weiß, wo es gute Anspiele gibt, und rührt nur in seiner eigenen Soße. An diesem Abend haben wir beschlossen, das zu ändern. Wir vernetzen uns! Ich habe die Mailadressen eingesammelt und Drama Ministry war geboren.
Drama Ministry ist heute eine Online-Community von und für Menschen, die in ihrer Gemeinde Theater machen. Über 13.000 Christen sind darin miteinander verbunden. Wir unterstützen sie in ihrer Arbeit ganz praktisch, z.B. mit kostenlosen Anspieltexten und Schulungsangeboten.
Ich selbst habe mich darauf hin für den Vollzeitberuf Schauspielerin & Theaterpädagogin entschieden. Ich leite das Drama Ministry Netzwerk und toure mit abendfüllenden Theaterstücken durch Deutschland. Zum Bespiel „Gretchen reloaded“ über ungewollte Schwangerschaft, oder „Alkohölle“ über Alkoholmissbrauch. Ich trete in Schulen, Jugendzentren und Gemeinden auf, weil ich Menschen innendrin bewegen und sie zum Nachdenken anregen will.
echt.: Was fasziniert dich persönlich daran, die Botschaft Jesu auch durch szenische Darstellungen zu verkünden oder zu bestärken?
Sonni: Ich persönlich glaube, dass Theater viel mehr bewirken kann als eine Prdeigt. Predigten kommen frontal und oft mit ei erhobenem Zeigefinger und deshalb gehen sie bei vielen zum einen Ohr ein und zu anderen wieder raus, mit einem eleganten Bogen ums Gehirn herum.
Theater ist ganz anders. Theater spricht das Herz an. Theater bringt mich zum Lachen, zum Weinen, zum Nachdenken - und es hält mir einen Spiegel vor. Ich erkenne mich selbst darin, und es verändert ein Denken und mein Leben.
Ich erinnere mich an viele Theaterstücke (und Filme), die mich tief verändert haben, weil sie mir die Augen geöffnet haben. Wenn man das Kino verlässt, muss man eine Augenblick stehen bleiben. Man schaut in den beginnenden Sternenhimmel und die Luft, man atmet, schmeckt plötzlich anders. Man ist innendrin anders als vor zwei Stunden. Das ist die Kraft des Theaters.
echt.: Welche Hilfe und Unterstützung könnt ihr Gemeinden und Jugendarbeiten in Sachen Schauspiel und Theater geben?
Sonni: Eine ganze Menge. Zum Beispiel kann man sich auf unserer Internetseite über 1000 Theatertexte und Anspiele herunterladen – kostenlos. Außerdem gibt es dort viele praktische Tipps und Foren, wo man sich vernetzen und austauschen kann. Wir veranstalten auch regelmäßig Schauspielseminare. Gemeinden oder Jugendarbeiten können mich einladen, dann komme ich und mache mit euch ein einen Theater-Wochenend-Workshop. Schauspieler wird man bekanntlich nur durch „learning by doing“.
echt.: Wie können Jugendarbeiten und Gemeinden euch unterstützen?
Sonni: Na am Besten, indem ihr unsere Angebote nutzt und umsetzt. Ladet euch Anspiele runter! Macht gutes Theater! Bildet euch fort und macht besseres Theater! Öffnet mit eurem Theater Menschenherzen und geht zärtlich mit ihnen um. Wir unterstützen euch dabei – ladet uns einfach ein, z.B. für einen Schauspielworkshop oder eine Theateraufführung.
echt.: Wo bekommt man mehr Infos her?
Sonni: Na wo wohl? Natürlich im Internet. Nämlich auf www.drama-ministry.de Und wer mehr über mich erfahren will, kuckt auf www.sonni-maier.de
Impulse vom 01.04.09: "Ich wollte unbedingt Schauspielerin werden..."
Heute im Interview: Sonni Maier spricht darüber, was für sie Kunst ist und warum sie Theater macht.
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Wie bist du zur Kunst gekommen?
Als ich sechs Jahre alt war, kam eine Regisseurin in unsere Klasse und suchte sich sie drei kleinsten Mädchen aus. Dazu gehörte ich. Wir durften in einem Kundermusical als Vögelchen einen Tanz aufführen. Das war mein erstes Bühnenerlebnis. Da habe ich Blut geleckt – ich wollte unbedingt Schauspielerin werden!
Wie würdest du deine Arbeit beschreiben?
Ich habe mir meinen Beruf selbst erfunden. Meine Lebensaufgabe sehe ich darin, „Theater mit einer Mission“ zu machen. Ich mache Theater – nicht, um die Zuschauer einzulullen und zu unterhalten, sondern um sie wachzurütteln, um sie zu sensibilisieren für soziale oder politische Missstände in unserer Welt und ihrem direkten Umfeld.
Welchen Raum nimmst du als Mensch in deiner Kunst ein?
Ich stehe als Mensch auf der Bühne. Ich spiele zwar eine Rolle, bringe mich aber sehr viel von meinem Fühlen, meinem Denken, meinen Werten und Erfahrungen in die Rollen ein. Dadurch, dass ich die Stücke meistens selbst schreibe, ist jedes Theaterstück auch 100 Prozent Sonni. Ich darf die Zuschauer eine Stunde lang in meine Welt entführen und sie durch meine Brille sehen lassen. Das betrachte ich als großes Geschenk.
Inwieweit beeinflusst es deine Kunst, dass du Christ bist?
Ich bin kein Moralkeulenschwingender Evangeliumsprediger. Ich bin ein großer Fan von Jesus und den Werten, die er gelebt hat – Liebe, Toleranz, Barmherzigkeit, Respekt vor dem Leben. Diese Werte beeinflussen mich sehr u, und damit meine Kunst. Ich möchte die Menschen zum Nachdenken anregen, z.B. über diese Werte – oder auch über die Gesellschaft, in der wir leben, und wie wir sie besser machen können. Deshalb stelle ich mit meinen Theaterstücken Fragen. Ich lade die Zuschauer ein, sich selbst mit diesen Fragen zu beschäftigen. Und sich ihre eigene Position zu suchen. Ich wünsche mir, dass meine Theaterstücke Menschenherzen berühren – denn das ist die Kraft des Theaters!
Hat die Kunst immer eine Botschaft?
Ich finde, die beste Kunst gibt keine Antworten, sondern stellt Fragen. Theaterstücke oder Filme, die von vornherein auf eine fertige Message abzielen, werden sehr leichtplatt und plump – und im schlimmsten Fall mutieren sie zu Propaganda wie die Propagandafilme der Nazis, in denen, verpackt in eine Spielfilmhandlung, die nationalsozialistische Ideologie transportiert wurde. Das ist ein extremes Beispiel. Aber das Prinzip ist das Gleiche: Kunst, die nur existiert, um eine Botschaft zu transportieren, ist missbrauchte Kunst.
Die große Chance der Kunst ist, dass sie Fragen stellten kann. Ich habe schon oft erlebt, dass Filme, Theaterstücke oder Musiktexte meine Weltsicht tief verändert haben – weil sie eine Frage in mir angestoßen haben, die mich über Monate verfolgt hat. Weil sie mir kommentarlos einen Spiegel vorgehalten haben, in dem ich mich selbst erkennen konnte. Bei Filmen, die mir eine fertige Botschaft servieren, geht aber sofort der Rolladen runter. Ich kann selber denken!
Als ich sechs Jahre alt war, kam eine Regisseurin in unsere Klasse und suchte sich sie drei kleinsten Mädchen aus. Dazu gehörte ich. Wir durften in einem Kundermusical als Vögelchen einen Tanz aufführen. Das war mein erstes Bühnenerlebnis. Da habe ich Blut geleckt – ich wollte unbedingt Schauspielerin werden!
Wie würdest du deine Arbeit beschreiben?
Ich habe mir meinen Beruf selbst erfunden. Meine Lebensaufgabe sehe ich darin, „Theater mit einer Mission“ zu machen. Ich mache Theater – nicht, um die Zuschauer einzulullen und zu unterhalten, sondern um sie wachzurütteln, um sie zu sensibilisieren für soziale oder politische Missstände in unserer Welt und ihrem direkten Umfeld.
Welchen Raum nimmst du als Mensch in deiner Kunst ein?
Ich stehe als Mensch auf der Bühne. Ich spiele zwar eine Rolle, bringe mich aber sehr viel von meinem Fühlen, meinem Denken, meinen Werten und Erfahrungen in die Rollen ein. Dadurch, dass ich die Stücke meistens selbst schreibe, ist jedes Theaterstück auch 100 Prozent Sonni. Ich darf die Zuschauer eine Stunde lang in meine Welt entführen und sie durch meine Brille sehen lassen. Das betrachte ich als großes Geschenk.
Inwieweit beeinflusst es deine Kunst, dass du Christ bist?
Ich bin kein Moralkeulenschwingender Evangeliumsprediger. Ich bin ein großer Fan von Jesus und den Werten, die er gelebt hat – Liebe, Toleranz, Barmherzigkeit, Respekt vor dem Leben. Diese Werte beeinflussen mich sehr u, und damit meine Kunst. Ich möchte die Menschen zum Nachdenken anregen, z.B. über diese Werte – oder auch über die Gesellschaft, in der wir leben, und wie wir sie besser machen können. Deshalb stelle ich mit meinen Theaterstücken Fragen. Ich lade die Zuschauer ein, sich selbst mit diesen Fragen zu beschäftigen. Und sich ihre eigene Position zu suchen. Ich wünsche mir, dass meine Theaterstücke Menschenherzen berühren – denn das ist die Kraft des Theaters!
Hat die Kunst immer eine Botschaft?
Ich finde, die beste Kunst gibt keine Antworten, sondern stellt Fragen. Theaterstücke oder Filme, die von vornherein auf eine fertige Message abzielen, werden sehr leichtplatt und plump – und im schlimmsten Fall mutieren sie zu Propaganda wie die Propagandafilme der Nazis, in denen, verpackt in eine Spielfilmhandlung, die nationalsozialistische Ideologie transportiert wurde. Das ist ein extremes Beispiel. Aber das Prinzip ist das Gleiche: Kunst, die nur existiert, um eine Botschaft zu transportieren, ist missbrauchte Kunst.
Die große Chance der Kunst ist, dass sie Fragen stellten kann. Ich habe schon oft erlebt, dass Filme, Theaterstücke oder Musiktexte meine Weltsicht tief verändert haben – weil sie eine Frage in mir angestoßen haben, die mich über Monate verfolgt hat. Weil sie mir kommentarlos einen Spiegel vorgehalten haben, in dem ich mich selbst erkennen konnte. Bei Filmen, die mir eine fertige Botschaft servieren, geht aber sofort der Rolladen runter. Ich kann selber denken!
WAZ vom 17.12.08: "In der flüssigen Hölle"
Alkohol ist bei den Heranwachsenden das am weitesten verbreitete Suchtmittel. Und: Der problematische Alkoholkonsum, insbesondere das exzessive Rauschtrinken ist doch immer stark verbreitet.
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Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage, die die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung regelmäßig unter Zwölf- bis 25-jährigen durchführe lässt. Herrmann Kuhl, Leiter der Martin-Luther-Schule in Herten, kann das bestätigen: „Wir beobachten, dass Jugendliche wesentlich früher Alkoholerfahrungen machen und dass die Hemmschwelle deutlich gesunken ist.“
Nicht zuletzt deshalb stehen an diesem Dienstagvormittag die Schauspieler der Gruppe „Theaterspiel Witten“ auf der Bühne im Forum der Martin-Luther-Schule. Eingeladen hat sie die städtische Jugendschützerin Sylvia Steffan. Das Publikum: die Schülerinnen und Schüler aus den achten bis zehnten Klassen. Sie sollen „Alkohölle“ vorgeführt bekommen – so der Titel des Stücks, in das auch die Lebenserfahrungen von Peter eingeflossen sind. Peter, 65 Jahre alt, sagt von sich selbst, dass er Alkoholiker ist, suchtkrank, aber seit 21 Jahren keinen Tropfen mehr angerührt hat. Der Mann steht mit auf der Bühne und spielt eine Rolle: Er ist Lenas Vater, der vor 15 Jahren bei einem Autounfall gestorben ist – den er selbst verursachte, weil er gesoffen hat. Das will seine Teenager-Toschter, die als Praktikantin in einer Werbeagentur bei Tante Maxi arbeitet, nicht wahrhaben. Um diese junge Frau kämpfen der tote Vater und der personifizierte Teufel Alkohol.
Der hat viel in die Waagschale zu werfen, ein süßes Getränk namens „Devil’s first kiss“, das die Promille hinter Zucker versteckt und Einsamkeit, Schmerz, Langeweile, Frust verschwinden lässt, jedenfalls für den Augenblick. Lena soll merken, so will es der Teufel, dass ein Leben ohne Alkohol „Völlig uncool und überhaupt nicht witzig ist“. Dagegen steht die Botschaft von Tante Maxi, nämlich dass „es sich lohnt für die schönen Momente im Leben klar zu bleiben“ und die Ansage vom Vater: „Es ist dein Leben, Du kannst dich immer wieder dafür entscheiden.“
Was hier so pädagogisch klingt, haben die Laute vom „Theaterspiel“ aber geschickt in Szene gesetzt. Es fehlen nicht die handelsüblichen Saufsprüche („Kopp in Nacken“, „Alles schi..., alles Mist, wenn du nicht besoffen bist“), es fehlt nicht die Demonstration, wie bemitleidenswert ein Betrunkener, also Lena, auf Nüchterne, also das Publikum, wirkt. Und nebenbei wird der Umgang mit solchen Problemen kritisiert: Bloß nicht darüber reden, auch nicht in der Familie. Und die Schüler im Dunkeln? Sind konzentriert, werden an einigen Stelen unruhig. Einige sagen hinterher: „Das ist doch unrealistisch.“ Aber in den moderierten Gruppengesprächen nach der Aufführung sind die bei der Sache. Sind beeindruckt, als Peter erzählt, dass er wegen seiner Alkoholsucht auf 120 000 D-Mark Schulden saß. Ab welcher Menge Alkohol ist man süchtig danach“ Auf die Menge kommt es dabei nicht so an, sagt der 65-jährige Peter, mehr auf die Regelmäßigkeit. Das hat etwas mit ihnen zu tun...
Wochenende antrinken
Schüler erzählen am WAZ-Redaktionsmobil von ihren Erfahrungen mit Alkohol
Herten. In der Woche, nee, da trinken sie nichts. Aber zu besonderen Gelegenheiten, „bei Partys oder Geburtstagen“, mein Madleen (17). Um lustiger zu werden, besser drauf zu kommen. „Das Wochenende antrinken“, nennt Joshua (15) das. „Wenn wir eine harte Schulwoche hinter uns haben, treffen wir uns mit Kollegen und trinken etwas.“ Aber keine harten Sachen, nickt auch Dominik (15), nur Bier. Das ist bei den etwas Älteren schon anders. Wodka, Ckocktails. Aber das ist doch teuer, oder? „Ja“, bestätigt Madleen, 50 Euro gingen da an einem Abend schon drauf. Steven (16) und Kastriot (17) stimmen zu. Woher kommt das Geld? Taschengeld, Oma, Opa – und sie gehen arbeiten, haben Jobs neben der Schule. Was sagen denn die Eltern dazu? Joshua reißt sich richitg zusammen, damit die nichts mitkriegen. Dominik ist doch mal erwischt worden, „ich hab’ damit gerechnet, eine totale Ohrfeige zu kriegen, aber meine Eltern haben gemeint ‚Du wirst Erfahrungen mit Alkohol machen’“. „Jeder sollte entschieden, was gut für ihn ist“, erklärt der 15-jährige bestimmt. Der deshalb mit dem Stück auch nicht so einverstanden ist. Schulleiter Hermann Kuhl jedenfalls hegt die Hoffnung, „dass wir mit der Vorstellung Schüler ermutigen, auch mal Nein zu sagen“. Denn es gibt ja auch die anderen Stimmen, Schüler wie Simon (16), der nach eigener Aussage noch nicht betrunken war und sich durch Gruppendruck nicht zum Alkoholkonsum zwingen lassen will. Der Hertener Jugendschutz lädt Schüler am 13. Januar zu einem Infoabend ins Gemeindezentrum Ackerstraße ein. AR
Nicht zuletzt deshalb stehen an diesem Dienstagvormittag die Schauspieler der Gruppe „Theaterspiel Witten“ auf der Bühne im Forum der Martin-Luther-Schule. Eingeladen hat sie die städtische Jugendschützerin Sylvia Steffan. Das Publikum: die Schülerinnen und Schüler aus den achten bis zehnten Klassen. Sie sollen „Alkohölle“ vorgeführt bekommen – so der Titel des Stücks, in das auch die Lebenserfahrungen von Peter eingeflossen sind. Peter, 65 Jahre alt, sagt von sich selbst, dass er Alkoholiker ist, suchtkrank, aber seit 21 Jahren keinen Tropfen mehr angerührt hat. Der Mann steht mit auf der Bühne und spielt eine Rolle: Er ist Lenas Vater, der vor 15 Jahren bei einem Autounfall gestorben ist – den er selbst verursachte, weil er gesoffen hat. Das will seine Teenager-Toschter, die als Praktikantin in einer Werbeagentur bei Tante Maxi arbeitet, nicht wahrhaben. Um diese junge Frau kämpfen der tote Vater und der personifizierte Teufel Alkohol.
Der hat viel in die Waagschale zu werfen, ein süßes Getränk namens „Devil’s first kiss“, das die Promille hinter Zucker versteckt und Einsamkeit, Schmerz, Langeweile, Frust verschwinden lässt, jedenfalls für den Augenblick. Lena soll merken, so will es der Teufel, dass ein Leben ohne Alkohol „Völlig uncool und überhaupt nicht witzig ist“. Dagegen steht die Botschaft von Tante Maxi, nämlich dass „es sich lohnt für die schönen Momente im Leben klar zu bleiben“ und die Ansage vom Vater: „Es ist dein Leben, Du kannst dich immer wieder dafür entscheiden.“
Was hier so pädagogisch klingt, haben die Laute vom „Theaterspiel“ aber geschickt in Szene gesetzt. Es fehlen nicht die handelsüblichen Saufsprüche („Kopp in Nacken“, „Alles schi..., alles Mist, wenn du nicht besoffen bist“), es fehlt nicht die Demonstration, wie bemitleidenswert ein Betrunkener, also Lena, auf Nüchterne, also das Publikum, wirkt. Und nebenbei wird der Umgang mit solchen Problemen kritisiert: Bloß nicht darüber reden, auch nicht in der Familie. Und die Schüler im Dunkeln? Sind konzentriert, werden an einigen Stelen unruhig. Einige sagen hinterher: „Das ist doch unrealistisch.“ Aber in den moderierten Gruppengesprächen nach der Aufführung sind die bei der Sache. Sind beeindruckt, als Peter erzählt, dass er wegen seiner Alkoholsucht auf 120 000 D-Mark Schulden saß. Ab welcher Menge Alkohol ist man süchtig danach“ Auf die Menge kommt es dabei nicht so an, sagt der 65-jährige Peter, mehr auf die Regelmäßigkeit. Das hat etwas mit ihnen zu tun...
Wochenende antrinken
Schüler erzählen am WAZ-Redaktionsmobil von ihren Erfahrungen mit Alkohol
Herten. In der Woche, nee, da trinken sie nichts. Aber zu besonderen Gelegenheiten, „bei Partys oder Geburtstagen“, mein Madleen (17). Um lustiger zu werden, besser drauf zu kommen. „Das Wochenende antrinken“, nennt Joshua (15) das. „Wenn wir eine harte Schulwoche hinter uns haben, treffen wir uns mit Kollegen und trinken etwas.“ Aber keine harten Sachen, nickt auch Dominik (15), nur Bier. Das ist bei den etwas Älteren schon anders. Wodka, Ckocktails. Aber das ist doch teuer, oder? „Ja“, bestätigt Madleen, 50 Euro gingen da an einem Abend schon drauf. Steven (16) und Kastriot (17) stimmen zu. Woher kommt das Geld? Taschengeld, Oma, Opa – und sie gehen arbeiten, haben Jobs neben der Schule. Was sagen denn die Eltern dazu? Joshua reißt sich richitg zusammen, damit die nichts mitkriegen. Dominik ist doch mal erwischt worden, „ich hab’ damit gerechnet, eine totale Ohrfeige zu kriegen, aber meine Eltern haben gemeint ‚Du wirst Erfahrungen mit Alkohol machen’“. „Jeder sollte entschieden, was gut für ihn ist“, erklärt der 15-jährige bestimmt. Der deshalb mit dem Stück auch nicht so einverstanden ist. Schulleiter Hermann Kuhl jedenfalls hegt die Hoffnung, „dass wir mit der Vorstellung Schüler ermutigen, auch mal Nein zu sagen“. Denn es gibt ja auch die anderen Stimmen, Schüler wie Simon (16), der nach eigener Aussage noch nicht betrunken war und sich durch Gruppendruck nicht zum Alkoholkonsum zwingen lassen will. Der Hertener Jugendschutz lädt Schüler am 13. Januar zu einem Infoabend ins Gemeindezentrum Ackerstraße ein. AR
Hertener Allgemeine vom 16.12.08: "Droge Alkohol – wie der erste Kuss vom Teufel"
„Devils first Kiss“ (des Teufels erster Kuss), dahinter verbirgt sich nicht etwa der Name einer Hardrock-Band, sondern der eines fiktiven neuen Alkopop-Getränks. Und das steht im Mittelpunkt des Theaterstücks, das heute einige Klassen der Martin-Luther-Schule erleben konnten.
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Eingeladen zu der Aufführung von der Theatergruppe „Theaterspiel“ aus Witten hat die Jugendschutzbeauftragte der Stadt Herten, Silvia Steffan. Gestern feierte das Stück in der Aula der Theodor-Heuss-Schule vor Schülern der Theodor-Heuss- und der Bodelschwingh-Schule seine Premiere in Herten. Der Name des Stücks ist Programm: Alkohölle. Am Beispiel der 19-jährigen Lena, die ein Praktikum bei der Werbeagentur ihrer Tante Maxi absolviert, wird gezeigt, welche Gefahren sich hinter zu starkem Alkoholkonsum verbergen. Sie will mit der Werbung für das neue Mixgetränk mit hohem Alkoholgehalt der von der Existenz bedrohten Werbeagentur helfen. Doch ihre Tante ist gegen den Auftrag, weil sie keine Werbung für Alkohol machen will. Es kommt zum Streit
und Lena erfährt, dass ihr Vater bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist, weil er Alkoholiker war.
Nach der Aufführung des Stückes, das von Selbsthilfegruppen „trockener“ Alkoholiker und der Suchtberatungsstelle „Aufbruch“ erarbeitet wurde, hatten die Schüler Gelegenheit, in ihren Klassen mit den Schauspielern, Mitgliedern von Selbsthilfegruppen und der Jugendschutzbeauftragten über das Thema zu diskutieren. In den Genuss der Vorführung kommen insgesamt 450 Schüler.
Heute wird „Alkohölle“ in der Martin-Luther-Schule gezeigt. Am Mittwoch folgt die letzte Aufführung in der Rosa-Parks-Gesamtschule. Am 13. Januar wird für die Schülern noch ein Gesprächs- und Info-Abend im Evangelischen Gemeindezentrum Ackerstraße angeboten. Das Thema: „Das bisschen Kiffen oder Alkohol ist doch gar nicht so schlimm, oder?“
Nach der Aufführung des Stückes, das von Selbsthilfegruppen „trockener“ Alkoholiker und der Suchtberatungsstelle „Aufbruch“ erarbeitet wurde, hatten die Schüler Gelegenheit, in ihren Klassen mit den Schauspielern, Mitgliedern von Selbsthilfegruppen und der Jugendschutzbeauftragten über das Thema zu diskutieren. In den Genuss der Vorführung kommen insgesamt 450 Schüler.
Heute wird „Alkohölle“ in der Martin-Luther-Schule gezeigt. Am Mittwoch folgt die letzte Aufführung in der Rosa-Parks-Gesamtschule. Am 13. Januar wird für die Schülern noch ein Gesprächs- und Info-Abend im Evangelischen Gemeindezentrum Ackerstraße angeboten. Das Thema: „Das bisschen Kiffen oder Alkohol ist doch gar nicht so schlimm, oder?“
Westdeutsche Allgemeine Zeitung vom 26.08.08: "Das Geheimnis einer Nacht"
„Da ist gar nichts. Das habe ich bloß geträumt!” versichert Jenny sich und ihrem Stofftier. In ihrem buchstäblich kurzen Hemd steht sie blutverschmiert auf der Bühne und schaut hinüber in ihr Jugendzimmer. Dort hat sie gerade ein Baby zur Welt gebracht.
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„Da ist gar nichts. Das habe ich bloß geträumt!” versichert Jenny sich und ihrem Stofftier. In ihrem buchstäblich kurzen Hemd steht sie blutverschmiert auf der Bühne und schaut hinüber in ihr Jugendzimmer. Dort hat sie gerade ein Baby zur Welt gebracht.
Ungewollt und irgendwie auch unbewusst. Eine alt bekannte und doch aktuelle Problematik, der sich Schauspielerin und Autorin Sonni Maier in ihrer Inszenierung „Gretchen reloaded” annimmt. Ihre Premiere feierte sie an zwei Tagen im Haus Witten.
Von Goethes Faust-Geschichte bleiben nur Fragmente. Aus Gretchen ist Jenny geworden, die seit ein paar Minuten ein Kind von ihrem Lehrer Heinrich hat. Ein Schock nach der versteckten Schwangerschaft, seiner Forderung nach Abtreibung und der Ignoranz der Freunde und Eltern. Jenny ist allein zu Hause und hilflos, Kindsvater Heinrich will nichts von ihr und dem Baby wissen. Was tun?
Während der Säugling im Nebenraum nach seiner Mutter schreit, durchlebt die Jugendliche auf der Bühne komprimiert in einer Zeitstunde alle Gefühlszustände zwischen Stolz, Trauer, Wut, Hass und romantischer Liebe. Oftmals mit extremen Sprüngen und Gegensätzen. Es gibt nur schwarz oder weiß – so wie im Bühnenbild.
Auf ihrer Suche nach Liebe, Verständnis und einer Lösung hat sie nur einen Verbündeten: ihr Stofftier-Schaf, das vom Unschuldslamm zum blutverschmierten Babyersatz wird, als es um eine mögliche Tötung als Lösung all ihrer Probleme geht. Auch wenn Jennys Entscheidung am Ende im Gegensatz zu Goethes Gretchen eine für das Leben ist, so geht es Darstellerin und Autorin Sonni Maier spürbar vor allem um die Darstellung der ganz unterschiedlichen Gefühlszustände während der Entscheidungsfindung.
Trotz des gefühlsmäßigen Schnelldurchlaufs und der Darstellung des Erwachsenwerdens im Zeitraffer schafft die Wittener Theatermacherin es so, eine Vielzahl von Anregungen zur anschließenden Diskussion zu geben. Das Premierenpublikum belohnte die intensive Arbeit mit einem lang anhaltenden Applaus.
Ungewollt und irgendwie auch unbewusst. Eine alt bekannte und doch aktuelle Problematik, der sich Schauspielerin und Autorin Sonni Maier in ihrer Inszenierung „Gretchen reloaded” annimmt. Ihre Premiere feierte sie an zwei Tagen im Haus Witten.
Von Goethes Faust-Geschichte bleiben nur Fragmente. Aus Gretchen ist Jenny geworden, die seit ein paar Minuten ein Kind von ihrem Lehrer Heinrich hat. Ein Schock nach der versteckten Schwangerschaft, seiner Forderung nach Abtreibung und der Ignoranz der Freunde und Eltern. Jenny ist allein zu Hause und hilflos, Kindsvater Heinrich will nichts von ihr und dem Baby wissen. Was tun?
Während der Säugling im Nebenraum nach seiner Mutter schreit, durchlebt die Jugendliche auf der Bühne komprimiert in einer Zeitstunde alle Gefühlszustände zwischen Stolz, Trauer, Wut, Hass und romantischer Liebe. Oftmals mit extremen Sprüngen und Gegensätzen. Es gibt nur schwarz oder weiß – so wie im Bühnenbild.
Auf ihrer Suche nach Liebe, Verständnis und einer Lösung hat sie nur einen Verbündeten: ihr Stofftier-Schaf, das vom Unschuldslamm zum blutverschmierten Babyersatz wird, als es um eine mögliche Tötung als Lösung all ihrer Probleme geht. Auch wenn Jennys Entscheidung am Ende im Gegensatz zu Goethes Gretchen eine für das Leben ist, so geht es Darstellerin und Autorin Sonni Maier spürbar vor allem um die Darstellung der ganz unterschiedlichen Gefühlszustände während der Entscheidungsfindung.
Trotz des gefühlsmäßigen Schnelldurchlaufs und der Darstellung des Erwachsenwerdens im Zeitraffer schafft die Wittener Theatermacherin es so, eine Vielzahl von Anregungen zur anschließenden Diskussion zu geben. Das Premierenpublikum belohnte die intensive Arbeit mit einem lang anhaltenden Applaus.
Ruhrnachrichten vom 26.08.08: "Erstgeburt, die berührt"
Im Haus Witten hatte mit "Gretchen reloaded" das berührende Erstlingswerk der aus dem Allgäu stammenden Wahl-Wittenerin Sonni Maier Premiere. Intensiv hat sich die junge Autorin ein Jahr lang mit den Seelennöten einer 13-Jährigen auseinander gesetzt, die nach der Geburt eines Kindes alleine klarkommen muss.
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Im Haus Witten hatte mit "Gretchen reloaded" das berührende Erstlingswerk der aus dem Allgäu stammenden Wahl-Wittenerin Sonni Maier Premiere. Intensiv hat sich die junge Autorin ein Jahr lang mit den Seelennöten einer 13-Jährigen auseinander gesetzt, die nach der Geburt eines Kindes alleine klarkommen muss.
Bei dieser dramaturgischen "Erstgeburt" wurde Sonni Maier unterstützt durch die Regisseurin Monica Degen. Etwa 100 vielfach auswärtige Besucher verfolgten die Aufführung im kargen Schwarz-Weiß des Bühnenbildes.
Heinrich, der Kindsvater, bricht den Kontakt ab. Die Eltern haben die Schwangerschaft nicht bemerkt. Das soziale Umfeld, Mitschüler und Klassenlehrerin, werden Erklärungen verlangen.
"Gretchen", wie Heinrich in Anspielung an Goethes Faust seine minderjährige Geliebte genannt hat, versucht, das eben Geborene zu verdrängen, sucht Halt im Dialog mit ihrem Kuscheltier. "Da is nix. Da is gar nix!", beteuert sie dem Schäfchen, im kläglichen Versuch der Selbsttäuschung.
Unsicherheit schlägt in Panik um
Ein Abgrund nach dem anderen tut sich vor ihr auf, Unsicherheit schlägt in Panik um. Ihren aufkommenden Hass lässt sie am Schäfchen aus.
Sonni Maier lieferte eine großartige schauspielerische Leistung ab, packend, voll hautnaher Authentizität. Mit Ihrem Stück, das am Sonntag ein zweites Mal im Haus Witten zu sehen war, geht sie auf Tournee, will vor allem Schulen besuchen, jungen Mädchen Hilfestellung geben: Ein Votum für das Leben.
Bei dieser dramaturgischen "Erstgeburt" wurde Sonni Maier unterstützt durch die Regisseurin Monica Degen. Etwa 100 vielfach auswärtige Besucher verfolgten die Aufführung im kargen Schwarz-Weiß des Bühnenbildes.
Heinrich, der Kindsvater, bricht den Kontakt ab. Die Eltern haben die Schwangerschaft nicht bemerkt. Das soziale Umfeld, Mitschüler und Klassenlehrerin, werden Erklärungen verlangen.
"Gretchen", wie Heinrich in Anspielung an Goethes Faust seine minderjährige Geliebte genannt hat, versucht, das eben Geborene zu verdrängen, sucht Halt im Dialog mit ihrem Kuscheltier. "Da is nix. Da is gar nix!", beteuert sie dem Schäfchen, im kläglichen Versuch der Selbsttäuschung.
Unsicherheit schlägt in Panik um
Ein Abgrund nach dem anderen tut sich vor ihr auf, Unsicherheit schlägt in Panik um. Ihren aufkommenden Hass lässt sie am Schäfchen aus.
Sonni Maier lieferte eine großartige schauspielerische Leistung ab, packend, voll hautnaher Authentizität. Mit Ihrem Stück, das am Sonntag ein zweites Mal im Haus Witten zu sehen war, geht sie auf Tournee, will vor allem Schulen besuchen, jungen Mädchen Hilfestellung geben: Ein Votum für das Leben.
Ruhrnachrichten vom 21.08.08: "Fragebogen am Donnerstag: Sonni Maier"
Heute in unserem Fragebogen: Sonni Maier (27), Wittener Schauspielerin und Theaterpädagogin.
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Mal angenommen, Sie hätten einen Tag frei. Wo würden Sie ihn in Witten verbringen?
Joggend auf der Kohlseggenstraße in Bommerholz, Wittens schönstem Spazierweg. Vorbei an Bergziegen, Pferden, Tieren die aussehen wie Yaks, und urigen kleinen Häuschen - Idylle pur.
Genug Freizeit. Sie sind ab sofort Bügermeisterin. Ihre erste Entscheidung?
Die Fördergelder für die freie Kulturszene erhöhen und ihre Verteilung transparenter gestalten. Ich finde es schade, wie wenig Witten in seine Kunst und Kultur investiert!
Sie kommen aus dem Rathaus und Ihnen läuft ein Tourist über den Weg. Er fragt Sie nach einem Geheimtipp?
Versteckt im Muttental, in der Nähe der Burgruine Hardenstein, ist das Gesicht von Hindenburg in eine Felswand eingemeißelt. Ganz kurios. Das wissen selbst manche Wittener nicht!
Die Wittener sind ehrlich. Wovon raten Sie dem Gast unbedingt ab?
Durch die Bahnhofstraße zu bummeln und Witten dabei mit anderen Großstädten zu vergleichen…
Der Gast hat noch eine Frage. Sie sollen in zwei Sätzen den typischen Wittener charakterisieren…
Der typische Wittener ist für mich sehr geerdet und bodennah. Er redet nicht zu viel, ist sehr direkt und kann sich nicht entscheiden zwischen „großer weiter Welt“ und „beschaulichem kleinen Daheim“.
Sind Sie ein typischer Wittener?
Ein bisschen. Entscheiden kann ich mich jedenfalls auch nicht…
Was können Sie an sich besonders gut leiden?
Wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe, kann mich nichts aufhalten!
…und was gar nicht?
Meine dünnen, absolut frisurresistenten Haare.
Ihr Lebensmotto?
„Wenn du durch die Hölle gehst - geh weiter!“ (Winston Churchill)
Auf welche Leistung sind Sie besonders stolz?
Ich bin stolz auf mein neues Theaterstück „Gretchen reloaded“, das ich auch selbst geschrieben habe. Von der ersten Idee bis zur Aufführung hat es fast fünf Jahre gebraucht und war ein richtiger Kraftakt. In dieser Zeit ist es wie ein Baby für mich geworden - und jetzt kann es endlich laufen.
Ihr Traum vom Glück?
Lieben und geliebt werden - beides ohne Vorbedingungen.
Joggend auf der Kohlseggenstraße in Bommerholz, Wittens schönstem Spazierweg. Vorbei an Bergziegen, Pferden, Tieren die aussehen wie Yaks, und urigen kleinen Häuschen - Idylle pur.
Genug Freizeit. Sie sind ab sofort Bügermeisterin. Ihre erste Entscheidung?
Die Fördergelder für die freie Kulturszene erhöhen und ihre Verteilung transparenter gestalten. Ich finde es schade, wie wenig Witten in seine Kunst und Kultur investiert!
Sie kommen aus dem Rathaus und Ihnen läuft ein Tourist über den Weg. Er fragt Sie nach einem Geheimtipp?
Versteckt im Muttental, in der Nähe der Burgruine Hardenstein, ist das Gesicht von Hindenburg in eine Felswand eingemeißelt. Ganz kurios. Das wissen selbst manche Wittener nicht!
Die Wittener sind ehrlich. Wovon raten Sie dem Gast unbedingt ab?
Durch die Bahnhofstraße zu bummeln und Witten dabei mit anderen Großstädten zu vergleichen…
Der Gast hat noch eine Frage. Sie sollen in zwei Sätzen den typischen Wittener charakterisieren…
Der typische Wittener ist für mich sehr geerdet und bodennah. Er redet nicht zu viel, ist sehr direkt und kann sich nicht entscheiden zwischen „großer weiter Welt“ und „beschaulichem kleinen Daheim“.
Sind Sie ein typischer Wittener?
Ein bisschen. Entscheiden kann ich mich jedenfalls auch nicht…
Was können Sie an sich besonders gut leiden?
Wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe, kann mich nichts aufhalten!
…und was gar nicht?
Meine dünnen, absolut frisurresistenten Haare.
Ihr Lebensmotto?
„Wenn du durch die Hölle gehst - geh weiter!“ (Winston Churchill)
Auf welche Leistung sind Sie besonders stolz?
Ich bin stolz auf mein neues Theaterstück „Gretchen reloaded“, das ich auch selbst geschrieben habe. Von der ersten Idee bis zur Aufführung hat es fast fünf Jahre gebraucht und war ein richtiger Kraftakt. In dieser Zeit ist es wie ein Baby für mich geworden - und jetzt kann es endlich laufen.
Ihr Traum vom Glück?
Lieben und geliebt werden - beides ohne Vorbedingungen.
Hörspiellobby vom 23.07.08: "Rezension: B.I.B.E.L. Power Kids 1 - Willkommen im Nirgendwo"
Diese relativ neue Serie aus dem christlichen ERF-Verlag bringt die Geschichten der Bibel in die heutige Zeit und erklärt sie anhand von sehr "actionlastigen" Geschichten. Hier wird nicht der ermahnende Zeigefinger erhoben - hier steht der Spaß an der Geschichte selbst im Vordergrund.
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Die B.I.B.E.L. Power Kids, das sind: Der schüchterne Benny, der draufgängerische Izmir, die zahme Ratte Bätmän, das TV-Casting-Sternchen Emiliana und die querschnittsgelähmte Lu.
Diese vier lernen sich in ihrer neuen Klasse in der Schule kennen. Nach einem kleinen Tumult zwischen Emiliana und Lus Ratte Bätmän treffen sich Lu, Izmir und Benny in der Schulhalle. Dort werden sie von einem seltsamen alten Mann angesprochen, der ihnen einen Schlüssel gibt. Dieser Schlüssel gehört zu einem Raum im Keller der Schule. Er bietet ihnen an, diesen als Clubraum zu benutzen und verschwindet.
Die drei machen sich auf in den Keller und entdecken dort ein paar alte Möbel und ein Bücherregal, voll mit alten Büchern. Emiliana stößt dazu und durch ihre Stauballergie kippt sie beim Niesen eines der Regale um. Im Haufen der Bücher finden die Power Kids eine alte Bibel, und als sie diese aufschlagen, werden sie in das Buch hineingezogen. Sie kommen im Jahr 446 vor Christus heraus und treffen den alten Mann wieder. Der zeigt ihnen die zerstörte Stadt Jerusalem und stellt ihnen die Aufgabe, die Stadtmauer wieder neu zu errichten. Erst danach dürfen sie wieder in ihre Zeit zurückkehren. Eine unlösbare Aufgabe, oder etwa doch nicht?
Diese relativ neue Serie aus dem christlichen ERF-Verlag bringt die Geschichten der Bibel in die heutige Zeit und erklärt sie anhand von sehr "actionlastigen" Geschichten. Hier wird nicht der ermahnende Zeigefinger erhoben, sondern hier steht der Spaß an der Geschichte selbst im Vordergrund.
Garant für diese Art von Unterhaltung ist Hanno Herzler, welcher schon mehrere Serien in diesem Genre produziert hat. Bisher waren dies eher reine Abenteuerserien, doch hier betritt er den Boden des Infotainment. Auf seine locker-spielerische Art vertont er die Geschichten aus der Feder von Sonni Maier zu einer unterhaltsamen Reise in die Zeiten der Bibelhandlungen. Und auch hier, wie bei seinen anderen Produktionen, gibt es kein Aufdrängen der Glaubenslehre durch tumbes Aufsagen irgendwelcher Gebete, Textpassagen oder Versen der Bibel. Alles verläuft in einem Rahmen den sich wirklich jeder, selbst der größte Kirchenvermeider, anhören kann. Der eine Zuhörer hat danach etwas über die Bibelgeschichte gelernt, der andere Zuhörer ein reines Zeitreiseabenteuer erlebt.
Die Sprecher sind allesamt gut ausgewählt und die Professionalität sprang mir sofort ins Auge, oder besser ins Ohr. Keine der Stimmen kam mir bekannt vor – außer Hanno Herzler selbst, der hier wieder den Erzähler gibt. Aber alle Sprecher machen ihre Sache sehr gut und überzeugen in ihren Rollen. Auch fand ich es gut, dass diesmal einer der Protagonisten eine Behinderung mit sich herumzutragen hat. Hier ist die Entscheidung, eine Querschnittslähmung zu nehmen, sicher eine gute "Wahl" gewesen, so seltsam sich dieser Ausspruch auch anhören mag. Da selbst heutzutage immer noch große Berührungsängste mit Leuten, die im Rollstuhl sitzen, bestehen, könnte man so helfen, wieder ein kleines bißchen mehr Verständnis zu stärken und Vorurteile abzubauen – indem man die ganze Behinderung so zeigt wie es ist. Ein mutiger Schritt.
Musik und Geräusche sind passend und echt. Fetzige Sounds begleiten die Power Kids durch ihr Abenteuer und stellen sicher, dass auch jüngere Zuhörer ihren Spaß an der musikalischen Untermalung haben.
Bisher sind aus dieser Reihe vier Folgen erschienen und ich bin da guter Hoffnung, dass sie auch die Qualität der ersten Folge, welche sehr hoch ist, halten können. Aber das wird man hören. Für die Pilotfolge gilt auf jeden Fall...
4 Sterne von 5!
Autor: Luke Danes
Diese vier lernen sich in ihrer neuen Klasse in der Schule kennen. Nach einem kleinen Tumult zwischen Emiliana und Lus Ratte Bätmän treffen sich Lu, Izmir und Benny in der Schulhalle. Dort werden sie von einem seltsamen alten Mann angesprochen, der ihnen einen Schlüssel gibt. Dieser Schlüssel gehört zu einem Raum im Keller der Schule. Er bietet ihnen an, diesen als Clubraum zu benutzen und verschwindet.
Die drei machen sich auf in den Keller und entdecken dort ein paar alte Möbel und ein Bücherregal, voll mit alten Büchern. Emiliana stößt dazu und durch ihre Stauballergie kippt sie beim Niesen eines der Regale um. Im Haufen der Bücher finden die Power Kids eine alte Bibel, und als sie diese aufschlagen, werden sie in das Buch hineingezogen. Sie kommen im Jahr 446 vor Christus heraus und treffen den alten Mann wieder. Der zeigt ihnen die zerstörte Stadt Jerusalem und stellt ihnen die Aufgabe, die Stadtmauer wieder neu zu errichten. Erst danach dürfen sie wieder in ihre Zeit zurückkehren. Eine unlösbare Aufgabe, oder etwa doch nicht?
Diese relativ neue Serie aus dem christlichen ERF-Verlag bringt die Geschichten der Bibel in die heutige Zeit und erklärt sie anhand von sehr "actionlastigen" Geschichten. Hier wird nicht der ermahnende Zeigefinger erhoben, sondern hier steht der Spaß an der Geschichte selbst im Vordergrund.
Garant für diese Art von Unterhaltung ist Hanno Herzler, welcher schon mehrere Serien in diesem Genre produziert hat. Bisher waren dies eher reine Abenteuerserien, doch hier betritt er den Boden des Infotainment. Auf seine locker-spielerische Art vertont er die Geschichten aus der Feder von Sonni Maier zu einer unterhaltsamen Reise in die Zeiten der Bibelhandlungen. Und auch hier, wie bei seinen anderen Produktionen, gibt es kein Aufdrängen der Glaubenslehre durch tumbes Aufsagen irgendwelcher Gebete, Textpassagen oder Versen der Bibel. Alles verläuft in einem Rahmen den sich wirklich jeder, selbst der größte Kirchenvermeider, anhören kann. Der eine Zuhörer hat danach etwas über die Bibelgeschichte gelernt, der andere Zuhörer ein reines Zeitreiseabenteuer erlebt.
Die Sprecher sind allesamt gut ausgewählt und die Professionalität sprang mir sofort ins Auge, oder besser ins Ohr. Keine der Stimmen kam mir bekannt vor – außer Hanno Herzler selbst, der hier wieder den Erzähler gibt. Aber alle Sprecher machen ihre Sache sehr gut und überzeugen in ihren Rollen. Auch fand ich es gut, dass diesmal einer der Protagonisten eine Behinderung mit sich herumzutragen hat. Hier ist die Entscheidung, eine Querschnittslähmung zu nehmen, sicher eine gute "Wahl" gewesen, so seltsam sich dieser Ausspruch auch anhören mag. Da selbst heutzutage immer noch große Berührungsängste mit Leuten, die im Rollstuhl sitzen, bestehen, könnte man so helfen, wieder ein kleines bißchen mehr Verständnis zu stärken und Vorurteile abzubauen – indem man die ganze Behinderung so zeigt wie es ist. Ein mutiger Schritt.
Musik und Geräusche sind passend und echt. Fetzige Sounds begleiten die Power Kids durch ihr Abenteuer und stellen sicher, dass auch jüngere Zuhörer ihren Spaß an der musikalischen Untermalung haben.
Bisher sind aus dieser Reihe vier Folgen erschienen und ich bin da guter Hoffnung, dass sie auch die Qualität der ersten Folge, welche sehr hoch ist, halten können. Aber das wird man hören. Für die Pilotfolge gilt auf jeden Fall...
4 Sterne von 5!
Autor: Luke Danes
Neues Leben Magazin vom 01.10.05: "Offen gesagt: Sonja Moesle"
Heute in unserem Fragebogen: Sonja Moesle tourt seit 2001 mit dem "BrilLe"-Theater und einem ganzen Repertoire an Stücken für Kinder durch Deutschland.
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Heute in unserem Fragebogen: Sonja Moesle tourt seit 2001 mit dem "BrilLe"-Theater und einem ganzen Repertoire an Stücken für Kinder durch Deutschland. Angespornt von der persönlichen Leidenschaft für Bühne und christliches Schauspiel hat die Theaterwissenschaftlerin im Januar 2002 das "Drama Ministry Netzwerk" gegründet, eine Internet-Gemeinschaft für christliche Theaterschaffende. Mittlerweile ist daraus eine Theaterakademie entstanden, an der Interessierte für die ehrenamtliche Schauspielkunst geschult werden (www.drama-ministry.de). Abseits des Scheinwerferlichts studierte die 24-jährige gerade Theologie im Fernunterricht.
Worüber haben Sie in letzter Zeit so richtig gelacht?
Über das Buch "Maria, ihm schmeckt's nicht!" von Jan Weiler. Ein lustiger Roman über die typisch italienischen Eigenheiten, den ich jedem Italienurlauber nur wärmstens empfehlen kann - am besten vor dem Urlaub!
Mit wem würden Sie gerne einmal eine Woche tauschen - und sei es nur zum Spaß?
Ich würde gerne mal mit einer Person tauschen, mit der ich Streit habe. Sie soll für diese Zeit ich sein. Das wäre eine schnelle und effektive Methode, um in Frieden miteinander zu leben, jenseits von end- und fruchtlosen Klärungsdebatten und Ich-Botschaft-Gekrampfe.
Können Sie sich noch erinnern: Wie sind Sie Christ geworden?
Meine Nachbarin hat mir zum 16. Geburtstag eine Bibel geschenkt. Aus Höflichkeit habe ich angefangen, darin zu lesen - und das war der "Point of No Return", da hat mich Gott erwischt. Ich habe in diesem alten Buch eine Liebe gespürt, wie ich sie noch nie kennengelernt hatte. Und da habe ich für mich beschlossen: Wenn es diesen Gott tatsächlich gibt und er mich so unglaublich liebt, dann will ich ihm folgen, koste es, was es wolle!
Eine Schwäche, die Sie durch Ihren Glauben besser in den Griff bekommen haben:
Den Glauben, nur Schwächen zu haben.
Ein Buch, das Sie in Ihrem Leben besonders vorangebracht hat:
"Das Leben, nach dem du dich sehnst" von John Ortberg. Es trifft den Nerv all meiner derzeitigen bohrenden Fragen.
Eine der größten Herausforderungen für Christen im 21. Jahrhundert?
"Echt" zu werden. Die Menschen um uns herum werden mit so viel Zeug bombardiert, das "echt toll" oder "echt super" sein soll - dabei wollen sie doch nur etwas, das wirklich "echt" ist.
Welche Eigenschaften bewundern Sie öfter mal an Frauen?
Ihren starken Willen und die Fähigkeit, diesen ohne Gewalt durchzusetzen - manchmal sogar ohne ein Wort.
Und was kann Sie bei Männern ganz besonders beeindrucken?
Wenn ein Mann sich verletzlich macht und offen zu seinen Schwächen steht.
Vorbilder im Glauben sind für mich...
Menschen wir Joni Eareckson Tada oder Ron Heagy, die in extrem harten Lebensumständen stecken (beide sind seit einem Unfall querschnittsgelähmt) und sich trotzdem an Gott festklammern und ihr Vertrauen zu ihm nicht verlieren.
Ein Tipp, wie man Gebet und Bibellese interessant gestalten kann:
Nimm alle Methoden, Pläne, Ratgeber und Rezepte, wie man richtig/geistlich/effektiv beten soll, wirf sie weg und rede einfach mit Gott.
Ihr größter Traum für die Zukunft?
Außer globaler Gerechtigkeit und Weltfrieden? - Ich wünsche mir, dass einmal auf meinem Grabstein steht: "Gott hat durch sie die Welt einen Millimeter schöner gemacht."
Wem möchten Sie an dieser Stelle einmal ganz besonders Danke sagen?
Unsere Welt wird immer kälter, die Menschen liebloser und der Leistungsdruck härter - und es wird immer schwieriger, sich davon nicht zerbrechen zu lassen. Ich danke deshalb all den Menschen, die sich tapfer der Kälte entgegenstellen und trotzig weiter versuchen, Liebe zu leben. Ihr seid Helden!
Worüber haben Sie in letzter Zeit so richtig gelacht?
Über das Buch "Maria, ihm schmeckt's nicht!" von Jan Weiler. Ein lustiger Roman über die typisch italienischen Eigenheiten, den ich jedem Italienurlauber nur wärmstens empfehlen kann - am besten vor dem Urlaub!
Mit wem würden Sie gerne einmal eine Woche tauschen - und sei es nur zum Spaß?
Ich würde gerne mal mit einer Person tauschen, mit der ich Streit habe. Sie soll für diese Zeit ich sein. Das wäre eine schnelle und effektive Methode, um in Frieden miteinander zu leben, jenseits von end- und fruchtlosen Klärungsdebatten und Ich-Botschaft-Gekrampfe.
Können Sie sich noch erinnern: Wie sind Sie Christ geworden?
Meine Nachbarin hat mir zum 16. Geburtstag eine Bibel geschenkt. Aus Höflichkeit habe ich angefangen, darin zu lesen - und das war der "Point of No Return", da hat mich Gott erwischt. Ich habe in diesem alten Buch eine Liebe gespürt, wie ich sie noch nie kennengelernt hatte. Und da habe ich für mich beschlossen: Wenn es diesen Gott tatsächlich gibt und er mich so unglaublich liebt, dann will ich ihm folgen, koste es, was es wolle!
Eine Schwäche, die Sie durch Ihren Glauben besser in den Griff bekommen haben:
Den Glauben, nur Schwächen zu haben.
Ein Buch, das Sie in Ihrem Leben besonders vorangebracht hat:
"Das Leben, nach dem du dich sehnst" von John Ortberg. Es trifft den Nerv all meiner derzeitigen bohrenden Fragen.
Eine der größten Herausforderungen für Christen im 21. Jahrhundert?
"Echt" zu werden. Die Menschen um uns herum werden mit so viel Zeug bombardiert, das "echt toll" oder "echt super" sein soll - dabei wollen sie doch nur etwas, das wirklich "echt" ist.
Welche Eigenschaften bewundern Sie öfter mal an Frauen?
Ihren starken Willen und die Fähigkeit, diesen ohne Gewalt durchzusetzen - manchmal sogar ohne ein Wort.
Und was kann Sie bei Männern ganz besonders beeindrucken?
Wenn ein Mann sich verletzlich macht und offen zu seinen Schwächen steht.
Vorbilder im Glauben sind für mich...
Menschen wir Joni Eareckson Tada oder Ron Heagy, die in extrem harten Lebensumständen stecken (beide sind seit einem Unfall querschnittsgelähmt) und sich trotzdem an Gott festklammern und ihr Vertrauen zu ihm nicht verlieren.
Ein Tipp, wie man Gebet und Bibellese interessant gestalten kann:
Nimm alle Methoden, Pläne, Ratgeber und Rezepte, wie man richtig/geistlich/effektiv beten soll, wirf sie weg und rede einfach mit Gott.
Ihr größter Traum für die Zukunft?
Außer globaler Gerechtigkeit und Weltfrieden? - Ich wünsche mir, dass einmal auf meinem Grabstein steht: "Gott hat durch sie die Welt einen Millimeter schöner gemacht."
Wem möchten Sie an dieser Stelle einmal ganz besonders Danke sagen?
Unsere Welt wird immer kälter, die Menschen liebloser und der Leistungsdruck härter - und es wird immer schwieriger, sich davon nicht zerbrechen zu lassen. Ich danke deshalb all den Menschen, die sich tapfer der Kälte entgegenstellen und trotzig weiter versuchen, Liebe zu leben. Ihr seid Helden!
Westdeutsche Allgemeine Zeitung vom 24.06.05: "Sonne strahlt für Projekt "W wie Witten""
Sonne strahlt auf Witten. Genau dies ist die Intention des Projekts "W wie Witten", das mitten in den Dreharbeiten für einen einstündigen Film über die Ruhrstadt steckt. Der Streifen soll die Sonnenseiten von Witten zeigen. Gestern im Visier des Kamerateams: Die Bahnhofsstraße und der Rathausplatz.
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Sonne strahlt auf Witten. Genau dies ist die Intention des Projekts "W wie Witten", das mitten in den Dreharbeiten für einen einstündigen Film über die Ruhrstadt steckt. Der Streifen soll die Sonnenseiten von Witten zeigen. Gestern im Visier des Kamerateams: Die Bahnhofsstraße und der Rathausplatz.
Seit dem ersten Dreh beim Weihnachtsmarkt ist einige Zeit vergangen, die Film-Kooperative (drei Firmen sind beteiligt) hat schon einiges Material "im Kasten": Ausschnitte vermitteln Eindrücke von den Maitagen, vom Kultursommer, von der Langen Nacht der Industriekultur an der Zeche Nachtigall, vom Berger-Denkmal auf dem Hohenstein, verschiedensten Landschaften. Weitere Drehs sind geplant während der Zwiebelkirmes, dem Seefest, bei Sportveranstaltungen, der Sommersprossen-Ferienaktion...
"Am Anfang haben uns die Leute gefragt: Wie, Ihr wollt einen einstündigen Film über Witten machen? Wie wollt Ihr den denn füllen?", erzählt Karin Wohlgemuth vom Projektteam. Jetzt lautet die Frage, die sich die Filmer stellen, eher: Wie sollen wir all die schönen Seiten von Witten bloß auf eine Stunde komprimieren? "Witten hat sehr viele schöne Orte zu bieten", schwärmt Wohlgemuth.
Zurzeit nutzt das privat finanzierte Projekt die Gunst der Sonne und dreht mit der während eines Castings ausgewählten Wittener Schauspielerin Sonja Moesle, die in Bochum Theaterwissenschaften und Pädagogik studiert, szenische Elemente. Moesle führt das Publikum dabei durch die Stadt. In der Hand hält sie stets - in Anlehnung an den Film "Per Anhalter durch die Galaxis" - einen elektronischen Reiseführer. Der spuckt ihr bei ihrer Entdeckungsreise durch die Ruhrstadt immer wieder Wissenswertes zu den einzelnen Stationen aus.
Als Ergebnis der Dreharbeiten (veranschlagte Kosten: 80 000 Euro) und der inhaltlichen Recherche für ein Stadtporträt soll ein "digitaler alles-in-einem Infotainment-Stadtführer" auf DVD entstehen, der gleichermaßen attraktive Orte in Witten in Film und Bildern vorstellt und nützliche Informationen - Freizeitangebot, Branchen, Formularservice, Historisches - präsentiert. Die DVD soll vor Weihnachten in den Verkauf gehen. Im Juli sollen im Kaufhof erste Ausschnitte zu sehen sein.
Autor: Mirco Stodollick
Seit dem ersten Dreh beim Weihnachtsmarkt ist einige Zeit vergangen, die Film-Kooperative (drei Firmen sind beteiligt) hat schon einiges Material "im Kasten": Ausschnitte vermitteln Eindrücke von den Maitagen, vom Kultursommer, von der Langen Nacht der Industriekultur an der Zeche Nachtigall, vom Berger-Denkmal auf dem Hohenstein, verschiedensten Landschaften. Weitere Drehs sind geplant während der Zwiebelkirmes, dem Seefest, bei Sportveranstaltungen, der Sommersprossen-Ferienaktion...
"Am Anfang haben uns die Leute gefragt: Wie, Ihr wollt einen einstündigen Film über Witten machen? Wie wollt Ihr den denn füllen?", erzählt Karin Wohlgemuth vom Projektteam. Jetzt lautet die Frage, die sich die Filmer stellen, eher: Wie sollen wir all die schönen Seiten von Witten bloß auf eine Stunde komprimieren? "Witten hat sehr viele schöne Orte zu bieten", schwärmt Wohlgemuth.
Zurzeit nutzt das privat finanzierte Projekt die Gunst der Sonne und dreht mit der während eines Castings ausgewählten Wittener Schauspielerin Sonja Moesle, die in Bochum Theaterwissenschaften und Pädagogik studiert, szenische Elemente. Moesle führt das Publikum dabei durch die Stadt. In der Hand hält sie stets - in Anlehnung an den Film "Per Anhalter durch die Galaxis" - einen elektronischen Reiseführer. Der spuckt ihr bei ihrer Entdeckungsreise durch die Ruhrstadt immer wieder Wissenswertes zu den einzelnen Stationen aus.
Als Ergebnis der Dreharbeiten (veranschlagte Kosten: 80 000 Euro) und der inhaltlichen Recherche für ein Stadtporträt soll ein "digitaler alles-in-einem Infotainment-Stadtführer" auf DVD entstehen, der gleichermaßen attraktive Orte in Witten in Film und Bildern vorstellt und nützliche Informationen - Freizeitangebot, Branchen, Formularservice, Historisches - präsentiert. Die DVD soll vor Weihnachten in den Verkauf gehen. Im Juli sollen im Kaufhof erste Ausschnitte zu sehen sein.
Autor: Mirco Stodollick
Westdeutsche Allgemeine Zeitung vom 11.04.05: "Zugereiste hat Herz an Witten verloren - Bayerin als Moderatorin für Stadtportrait-DVD ausgewählt"
Ein Moderator oder eine Moderatorin für den Imagefilm "W wie Witten" wurde gesucht. Etwa 50 Wittener bewarben sich. Nun steht die Siegerin fest: Sonja Moesle.
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Ein Moderator oder eine Moderatorin für den Imagefilm "W wie Witten" wurde gesucht. Etwa 50 Wittener bewarben sich. Nun steht die Siegerin fest: Sonja Moesle. Sie ist geübt in freier Rede und weiß die Ruhrstadt zu schätzen. "Ich habe mein Herz an Witten verloren", sagt die 23-Jährige durchaus ernst. Die Bayerin ist der Bürger und der Landschaft wegen nach Witten gezogen.
Zwei kooperierende Filmproduktionsfirmen aus Witten, "Mediacore" und "Film kreativ", werden im Mai mit den Dreharbeiten beginnen. Die Moderatorin hierfür ist mit Sonja Moesle gefunden: "Sie hat schauspielerisches Talent, eine unheimliche Motivation und Natürlichkeit, sie wirkt fröhlich und spricht frei heraus", sagte Projektleiter Oliver Fuchs bei der Vorstellung Moesles am Samstag im Einrichtungshaus Ostermann.
Auf der Film-DVD, die im Herbst erscheinen soll, wird es einen 60-minütigen Stadtrundgang geben, mit Bekanntem und Unbekanntem aus der Ruhrstadt. Letzteres wird vorab nicht verraten. "Es sind aber auf jeden Fall sehenswerte Orte in Witten, die selbst eingefleischte Wittener nicht kennen", ist sich Vize-Projektleiter Eberhard Bach sicher. Wer weiß schon, dass irgendwo im Wittener Wald ein Politiker in Stein gemeißelt ist?
Der zweite Teil der DVD wird ein elektronischer Branchenführer mit Infos über Freizeit-, Gastronomie- und Einzelhandelsangebote sein. Das Einrichtungshaus Ostermann gehört zu den Projektförderern. "Dass zwei junge Filmteams, Start-Up-Firmen aus unserer Stadt, Wittens Image zum Positiven verändern wollen, ist klasse und couragiert. Etwas von Wittenern für Wittener", lobt Geschäftsführer Rolf Ostermann, der die DVD auch bei der Anwerbung neuer Mitarbeiter nutzen möchte.
Das einzige, was Moderatorin Sonja Moesle über den Witten-Film bisher weiß, ist, dass sie auch einen Helikopterflug begleiten wird. Ebenso vorgesehen sind Schauspielszenen. Die fürchtet die Studentin der Pädagogik und Theaterwissenschaft an der Bochumer Uni nicht. Sie hat auch in Witten schon wiederholt auf der Bühne gestanden.
Sonja Moesle wurde in Heide an der Nordsee geboren, wuchs in Lindenberg im Allgäu auf und zog im Jahr 2000 für ein Praktikum im Bundes-Verlag nach Witten. Und sie blieb, engagiert sich viel in der Freien evangelischen Gemeinde in Bommern. "Vor allem die Leute gefallen mir hier", sagt die Wahl-Wittenerin dialektfrei. "Sie sind etwas schnodderig, aber sagen frei heraus, was sie denken, anders als die Bayern", so Moesle.
Das "neue Gesicht" Wittens mag das Grün hier, sucht oft den Hammerteich auf und kennt die Attraktionen. Trotzdem rutscht ihr heraus: "Das Allgäu ist schöner." Was für sie Witten von der Alpenregion abhebt, "das belächeln viele Wittener: Weil ich in einem Dorf aufgewachsen bin, ist Witten für mich immer noch ein Großstadtparadies."
Autor: Jens Nieweg
Zwei kooperierende Filmproduktionsfirmen aus Witten, "Mediacore" und "Film kreativ", werden im Mai mit den Dreharbeiten beginnen. Die Moderatorin hierfür ist mit Sonja Moesle gefunden: "Sie hat schauspielerisches Talent, eine unheimliche Motivation und Natürlichkeit, sie wirkt fröhlich und spricht frei heraus", sagte Projektleiter Oliver Fuchs bei der Vorstellung Moesles am Samstag im Einrichtungshaus Ostermann.
Auf der Film-DVD, die im Herbst erscheinen soll, wird es einen 60-minütigen Stadtrundgang geben, mit Bekanntem und Unbekanntem aus der Ruhrstadt. Letzteres wird vorab nicht verraten. "Es sind aber auf jeden Fall sehenswerte Orte in Witten, die selbst eingefleischte Wittener nicht kennen", ist sich Vize-Projektleiter Eberhard Bach sicher. Wer weiß schon, dass irgendwo im Wittener Wald ein Politiker in Stein gemeißelt ist?
Der zweite Teil der DVD wird ein elektronischer Branchenführer mit Infos über Freizeit-, Gastronomie- und Einzelhandelsangebote sein. Das Einrichtungshaus Ostermann gehört zu den Projektförderern. "Dass zwei junge Filmteams, Start-Up-Firmen aus unserer Stadt, Wittens Image zum Positiven verändern wollen, ist klasse und couragiert. Etwas von Wittenern für Wittener", lobt Geschäftsführer Rolf Ostermann, der die DVD auch bei der Anwerbung neuer Mitarbeiter nutzen möchte.
Das einzige, was Moderatorin Sonja Moesle über den Witten-Film bisher weiß, ist, dass sie auch einen Helikopterflug begleiten wird. Ebenso vorgesehen sind Schauspielszenen. Die fürchtet die Studentin der Pädagogik und Theaterwissenschaft an der Bochumer Uni nicht. Sie hat auch in Witten schon wiederholt auf der Bühne gestanden.
Sonja Moesle wurde in Heide an der Nordsee geboren, wuchs in Lindenberg im Allgäu auf und zog im Jahr 2000 für ein Praktikum im Bundes-Verlag nach Witten. Und sie blieb, engagiert sich viel in der Freien evangelischen Gemeinde in Bommern. "Vor allem die Leute gefallen mir hier", sagt die Wahl-Wittenerin dialektfrei. "Sie sind etwas schnodderig, aber sagen frei heraus, was sie denken, anders als die Bayern", so Moesle.
Das "neue Gesicht" Wittens mag das Grün hier, sucht oft den Hammerteich auf und kennt die Attraktionen. Trotzdem rutscht ihr heraus: "Das Allgäu ist schöner." Was für sie Witten von der Alpenregion abhebt, "das belächeln viele Wittener: Weil ich in einem Dorf aufgewachsen bin, ist Witten für mich immer noch ein Großstadtparadies."
Autor: Jens Nieweg
Ruhrnachrichten vom 11.04.05: "Wittens Gesicht ist eine Sie - Filmteam hat bei Casting in Sonja Moesle eine passende Moderatorin für Witten gefunden"
Witten. "Wir sind fündig geworden", strahlt Projektleiter Oliver Fuchs vom Team "W wie Witten" und verrät: "Unser Moderator ist eine Sie!" Nach einer langen Phase der Suche und des Castings im März (wir berichteten) hat sich die Jury entschieden: Sonja Moesle wird die Moderatorin der "W wie Witten"-DVD.
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Witten. "Wir sind fündig geworden", strahlt Projektleiter Oliver Fuchs vom Team "W wie Witten" und verrät: "Unser Moderator ist eine Sie!" Nach einer langen Phase der Suche und des Castings im März (wir berichteten) hat sich die Jury entschieden: Sonja Moesle wird die Moderatorin der "W wie Witten"-DVD.
Beworben hatte sich die 23-jährige Studentin "im allerletzten Moment", so Projektmanagerin Karin Wohlgemuth. "Wir hatten schon Annahmeschluss, haben aber für Sonja eine Ausnahme gemacht." Und das hat seinen Grund, denn die im Allgäu aufgewachsene Wahl-Wittenerin ist kein unbeschriebenes Blatt. Neben ihrem Studium der Theaterwissenschaft an der Ruhr-Universität in Bochum tourt sie mit einer Theatergruppe durch Deutschland und hat sogar eine eigene Theaterschule gegründet. Daher bringt sie neben ihrem selbstsicheren Auftreten auch den entsprechenden Background mit, den die Moderatorin des Films für ihre Auftritte braucht. "Schauspielern liegt mir im Blut, mir fällt auch das Sprechen und Moderieren leicht", sagt Sonja überzeugend.
Nach Witten hat sie es vor vier Jahren verschlagen, als sie ein Praktikum bei einem in Bommern ansäßigen Verlag machte. Die Lage der Stadt und vor allem das viele Grün hatten es ihr angetan, daher fasste sie den Entschluss, hier in Witten zu bleiben und zu leben. Neben ihrer Theaterarbeit engagiert sich die junge Moderatorin in ihrer Kirchengemeinde.
"Der Film über Witten hat mich enorm interessiert, ich bin sehr froh, nun dabei sein zu dürfen", sagt Sonja. Das Team von "W wie Witten" ist ebenso zufrieden, Sonja gefunden zu haben, und freut sich auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Die ersten Dreharbeiten sind für den Monat Mai geplant. Dazu werden noch Statisten gesucht.
Beworben hatte sich die 23-jährige Studentin "im allerletzten Moment", so Projektmanagerin Karin Wohlgemuth. "Wir hatten schon Annahmeschluss, haben aber für Sonja eine Ausnahme gemacht." Und das hat seinen Grund, denn die im Allgäu aufgewachsene Wahl-Wittenerin ist kein unbeschriebenes Blatt. Neben ihrem Studium der Theaterwissenschaft an der Ruhr-Universität in Bochum tourt sie mit einer Theatergruppe durch Deutschland und hat sogar eine eigene Theaterschule gegründet. Daher bringt sie neben ihrem selbstsicheren Auftreten auch den entsprechenden Background mit, den die Moderatorin des Films für ihre Auftritte braucht. "Schauspielern liegt mir im Blut, mir fällt auch das Sprechen und Moderieren leicht", sagt Sonja überzeugend.
Nach Witten hat sie es vor vier Jahren verschlagen, als sie ein Praktikum bei einem in Bommern ansäßigen Verlag machte. Die Lage der Stadt und vor allem das viele Grün hatten es ihr angetan, daher fasste sie den Entschluss, hier in Witten zu bleiben und zu leben. Neben ihrer Theaterarbeit engagiert sich die junge Moderatorin in ihrer Kirchengemeinde.
"Der Film über Witten hat mich enorm interessiert, ich bin sehr froh, nun dabei sein zu dürfen", sagt Sonja. Das Team von "W wie Witten" ist ebenso zufrieden, Sonja gefunden zu haben, und freut sich auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Die ersten Dreharbeiten sind für den Monat Mai geplant. Dazu werden noch Statisten gesucht.
Stichwort Theater vom 19.01.05: "Drama Ministry Deutschland"
Im Interview: Sonja Moesle ist 23 Jahre alt und kommt aus Witten in Deutschland. Sie studiert Theaterwissenschaft, Theologie und Pädagogik.
Auf www.drama-ministry.de befindet sich ihre Aufbauarbeit der vergangenen Jahre - die größte christliche Theater-Internetplattform in Deutschland.
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Sonja Moesle ist 23 Jahre alt und kommt aus Witten in Deutschland. Sie studiert Theaterwissenschaft, Theologie und Pädagogik.
Auf www.drama-ministry.de befindet sich ihre Aufbauarbeit der vergangenen Jahre - die größte christliche Theater-Internetplattform in Deutschland.
Sonja, wie kam es zum Aufbau von Drama Ministry?
Alles hat ganz winzig angefangen. Ende 2001 war ich auf einem Theaterseminar in Kassel. Am letzten Seminartag haben einige Teilnehmer ihre E-Mail-Adressen ausgetauscht, um miteinander in Kontakt zu bleiben, und ich habe versprochen, einen Mailverteiler dafür einzurichten. Naja, wieder daheim dachte ich dann: Am besten, ich designe auch eine kleine Homepage dazu, auf der die Adressen stehen. Und da stellte ich ein paar selbstgeschriebene Stücke dazu. Und auf einmal kamen immer mehr Leute, die Mitglied in unserem "Netzwerk" werden wollten...
Also habe ich uns einen Namen gegeben: Drama Ministry. Und aus diesen kleinen Anfängen wurde tatsächlich eine große Internetplattform mit inzwischen über 2000 Mitgliedern, auf der sich Theatergruppenleiter mit kostenlosem Material versorgen und sich gegenseitig bei ihrem Dienst unterstützen können.
Welche Komplimente, resp. Kritiken zu deiner Arbeit bekommst du am meisten zu hören?
Es freut mich sehr, wenn ich Lob für die Gestaltung und Programmierung meiner Internetseite bekomme, denn das habe ich mir alles selbst beigebracht, um "Drama Ministry" machen zu können. Am meisten freut mich aber, wenn mir Leute schreiben, dass sie von der Vision von "Drama Ministry" angesteckt worden sind: Theater zur Ehre Gottes zu machen, und als eine große Jesus-Theater-Familie zusammenzustehen und sich gegenseitig zu helfen.
Die Kritik, die ich bekomme, ist zum Glück immer sehr konstruktiv: Viele Leute schlagen mir vor, wie man das Angebot von "Drama Ministry" noch erweitern könnte und was sie sich noch für Funktionen wünschen: Zum Beispiel einen Veranstaltungskalender.
Was kann man auf der Homepage von Drama Ministry alles erleben?
Drama Ministry ist eine große Materialsammlung für alle, die Theater in der Gemeinde machen oder machen wollen: Unser Herzstück ist eine große Anspieldatenbank, wo man sich kostenlos Theaterstücke herunterladen und auch selbst eigene Stücke einstellen kann. Daneben gibt es viele Literatur- und Linktipps, nützliche Artikel rund ums Thema "christliches Theater", jede Woche einen neuen praktischen Theater-Tipp und viele Foren, in denen man mit anderen Theatergruppenleitern ins Gespräch kommen kann! Wir verkaufen auch christliche Theaterbücher zu reduzierten Preisen und bieten mit der "Drama Ministry Academy" seit letztem Mai auch Seminare an.
Wie möchtest du deine Plattform weiter ausbauen?
Ich bastle z.B. gerade an dem gewünschten Veranstaltungskalender.
Eventuell könnte ich mir so etwas wie den CTF-Theatertag (Anmerkung: Kongress des Christlichen Theaterforums Schweiz) auch für uns in Deutschland vorstellen, damit sich die Jesus-Theater-Freaks, die sich bislang nur "virtuell" kennen, auch im richtigen Leben kennenlernen und gemeinsame Projekte planen können. Und theatermissionarische Einsätze, das wär's. Zum Beispiel zur Fußball-WM?!
Zum Auftritt von Drama Ministry gehört ebenfalls die Drama Ministry Academy - wie funktioniert diese Ausbildung?
Wir bieten eine Ausbildung zum "christlichen Theatertrainer" an - zum zertifizierten Theatergruppenleiter. Das funktioniert berufsbegleitend: Mehrmals im Jahr finden in ganz Deutschland Wochenendseminare statt. Zum Lehrplan gehören die Fächer "Schauspiel", "Schreiben und inszenieren", "Geistlich leiten" und ein Optionalbereich mit verschiedenen Zusatzangeboten. Man kann frei aussuchen, welche Seminare man belegt und ist an kein Zeitlimit gebunden. Wenn man 10 Seminare belegt und eine Abschlussprüfung bestanden hat, bekommt man unser Zertifikat. Leider gibt es die Drama Ministry Academy bislang nur in Deutschland und noch nicht in der Schweiz - aber das kann sich ja noch ändern!
Auf www.drama-ministry.de befindet sich ihre Aufbauarbeit der vergangenen Jahre - die größte christliche Theater-Internetplattform in Deutschland.
Sonja, wie kam es zum Aufbau von Drama Ministry?
Alles hat ganz winzig angefangen. Ende 2001 war ich auf einem Theaterseminar in Kassel. Am letzten Seminartag haben einige Teilnehmer ihre E-Mail-Adressen ausgetauscht, um miteinander in Kontakt zu bleiben, und ich habe versprochen, einen Mailverteiler dafür einzurichten. Naja, wieder daheim dachte ich dann: Am besten, ich designe auch eine kleine Homepage dazu, auf der die Adressen stehen. Und da stellte ich ein paar selbstgeschriebene Stücke dazu. Und auf einmal kamen immer mehr Leute, die Mitglied in unserem "Netzwerk" werden wollten...
Also habe ich uns einen Namen gegeben: Drama Ministry. Und aus diesen kleinen Anfängen wurde tatsächlich eine große Internetplattform mit inzwischen über 2000 Mitgliedern, auf der sich Theatergruppenleiter mit kostenlosem Material versorgen und sich gegenseitig bei ihrem Dienst unterstützen können.
Welche Komplimente, resp. Kritiken zu deiner Arbeit bekommst du am meisten zu hören?
Es freut mich sehr, wenn ich Lob für die Gestaltung und Programmierung meiner Internetseite bekomme, denn das habe ich mir alles selbst beigebracht, um "Drama Ministry" machen zu können. Am meisten freut mich aber, wenn mir Leute schreiben, dass sie von der Vision von "Drama Ministry" angesteckt worden sind: Theater zur Ehre Gottes zu machen, und als eine große Jesus-Theater-Familie zusammenzustehen und sich gegenseitig zu helfen.
Die Kritik, die ich bekomme, ist zum Glück immer sehr konstruktiv: Viele Leute schlagen mir vor, wie man das Angebot von "Drama Ministry" noch erweitern könnte und was sie sich noch für Funktionen wünschen: Zum Beispiel einen Veranstaltungskalender.
Was kann man auf der Homepage von Drama Ministry alles erleben?
Drama Ministry ist eine große Materialsammlung für alle, die Theater in der Gemeinde machen oder machen wollen: Unser Herzstück ist eine große Anspieldatenbank, wo man sich kostenlos Theaterstücke herunterladen und auch selbst eigene Stücke einstellen kann. Daneben gibt es viele Literatur- und Linktipps, nützliche Artikel rund ums Thema "christliches Theater", jede Woche einen neuen praktischen Theater-Tipp und viele Foren, in denen man mit anderen Theatergruppenleitern ins Gespräch kommen kann! Wir verkaufen auch christliche Theaterbücher zu reduzierten Preisen und bieten mit der "Drama Ministry Academy" seit letztem Mai auch Seminare an.
Wie möchtest du deine Plattform weiter ausbauen?
Ich bastle z.B. gerade an dem gewünschten Veranstaltungskalender.
Eventuell könnte ich mir so etwas wie den CTF-Theatertag (Anmerkung: Kongress des Christlichen Theaterforums Schweiz) auch für uns in Deutschland vorstellen, damit sich die Jesus-Theater-Freaks, die sich bislang nur "virtuell" kennen, auch im richtigen Leben kennenlernen und gemeinsame Projekte planen können. Und theatermissionarische Einsätze, das wär's. Zum Beispiel zur Fußball-WM?!
Zum Auftritt von Drama Ministry gehört ebenfalls die Drama Ministry Academy - wie funktioniert diese Ausbildung?
Wir bieten eine Ausbildung zum "christlichen Theatertrainer" an - zum zertifizierten Theatergruppenleiter. Das funktioniert berufsbegleitend: Mehrmals im Jahr finden in ganz Deutschland Wochenendseminare statt. Zum Lehrplan gehören die Fächer "Schauspiel", "Schreiben und inszenieren", "Geistlich leiten" und ein Optionalbereich mit verschiedenen Zusatzangeboten. Man kann frei aussuchen, welche Seminare man belegt und ist an kein Zeitlimit gebunden. Wenn man 10 Seminare belegt und eine Abschlussprüfung bestanden hat, bekommt man unser Zertifikat. Leider gibt es die Drama Ministry Academy bislang nur in Deutschland und noch nicht in der Schweiz - aber das kann sich ja noch ändern!